DHU unterliegt beim EuGH

, Uhr

Berlin - Hersteller registrierter Homöopathika dürfen in den Packungsbeilagen keine Angaben zur Dosierung machen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Streit der Schwabe-Tochter DHU mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) entschieden.

2009 beantragte die DHU die Registrierung von Calcium fluoratum Lotio Biochemisches Funktionsmittel Nr. 1 und Silicea Lotio Biochemisches Funktionsmittel Nr. 11. Die Packungsbeilagen enthielten eine Dosierungsanleitung: Falls nicht anders verordnet, sollten die homöopathischen Cremes ein- bis zweimal täglich aufgetragen werden. Das BfArM genehmigte 2011 die beantragten Registrierungen, jedoch mit der Auflage, die Dosierungsanleitung in den Packungsbeilagen zu streichen.

Der Hersteller klagte, hatte jedoch weder vor dem Verwaltungsgericht Köln (VG) noch vor dem Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG) Erfolg. Letzteres führte aus, dass Dosierungsangaben bei registrierten Arzneimitteln weder zu den Pflicht- noch den wesentlichen Merkmalen gehöre, da sie nicht wichtig für die gesundheitliche Aufklärung des Patienten seien. Entsprechend bestehe auch kein Anspruch auf Aufnahme einer Dosierungsangabe in den Registrierungsbescheid.

Das BVerwG wollte vom EuGH wissen, ob die Vorgaben der EU-Richtlinie zu den Packungsbeilagen bei Homöopathika abschließend sind beziehungsweise ob weitere Informationen enthalten sein dürfen und ob Dosierungshinweise als wichtige Angaben für den Verbraucher anzusehen sind.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort

Vermisste und Verletzte, Giftwolke über Leverkusen
Leverkusen: Explosion in der Nähe von Bayer »
Cura-San bringt 350 Apotheken mit
Gesund.de holt sich Sanitätshäuser »
Weiteres
Vermisste und Verletzte, Giftwolke über Leverkusen
Leverkusen: Explosion in der Nähe von Bayer»
Cura-San bringt 350 Apotheken mit
Gesund.de holt sich Sanitätshäuser»