Psycholeptika

Cariprazin bei Schizophrenie APOTHEKE ADHOC, 16.04.2018 13:12 Uhr

Berlin - Etwa 1 Prozent der Bevölkerung erkrankt an Schizophrenie. Die Symptome, die aus Störungen des Denkens und der Wahrnehmung resultieren können, sind unterschiedlich: Neben einer veränderten Wahrnehmung der eigenen Person können Wahnerleben und Halluzinationen auftreten. Recordati bringt mit Reagila (Cariprazin) zur Monatsmitte ein neues Arzneimittel zur Behandlung der psychischen Erkrankung auf den Markt.

Reagila ist zu 1,5 mg, 3 mg, 4,5 mg und 6 mg als Hartkapsel auf dem Markt. Indiziert ist das Arzneimittel zur Behandlung der Schizophrenie von Erwachsenen. Der Wirkmechanismus ist bislang noch nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich ist jedoch eine Kombination aus einer partialagonistischen Aktivität an den Dopamin-Rezeptoren D2 und D3 und dem Serotonin-5-HT1A sowie antagonistisch am Serotonin-5-HT2A und Histamin-H1-Rezeptor. Cariprazin werden antipsychotische Eigenschaften zugesprochen.

Die Kapseln werden einmal täglich zur gleichen Zeit mit oder ohne Mahlzeit eingenommen. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,5 mg – falls nötig, kann diese in Schritten zu 1,5 g aufdosiert werden, bis die maximale Tageshöchstdosis von 6 mg erreicht ist. Die Halbwertszeit von Cariprazin beträgt ein bis drei Tage, die der aktiven Metaboliten liegt gar bei mehreren Wochen. Daher spiegeln sich Dosisänderungen nicht sofort vollständig im Plasma wieder.

Zu den häufigen Nebenwirkungen zählt die Akathisie. Hierbei handelt es sich um eine Bewegungsstörung, die auf ein Gefühl der inneren Unruhe zurückgeführt werden kann. Die Betroffenen müssen ständig in Bewegung bleiben – sowohl im Stehen als auch Sitzen. Da Cariprazin ein Substrat von CYP3A4 und CYP2D6 ist, sind zahlreiche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln möglich.

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