Apidra verbessert HbA1c

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Berlin -

Für Diabetiker stehen zahlreiche Insulinarten und Behandlungsschemata zur Verfügung: Die Umstellung von einem Mahlzeiteninsulin auf Insulinglulisin (bekannt aus Apidra) soll einer Studie zufolge die glykämische Kontrolle und den HbA1c-Wert von Typ-1- und Typ-2-Diabetikern signifikant verbessern.

Die offene, prospektive, nicht interventionelle „IGLU-S-Studie“ wurde in Deutschland durchgeführt: Sie diente der Untersuchung der Wirksamkeit von Insulinglulisin nach dem Wechsel eines Mahlzeiteninsulins. Mahlzeiteninsuline ahmen die natürliche Insulinsekretion nach der Nahrungsaufnahme nach: Sie sorgen schnell und effektiv dafür, dass die Glukose aus dem Blut in die Zellen gelangt, wo sie zur Energiegewinnung benötigt wird. Sie können in Kombination mit oralen Antidiabetika oder zusammen mit einem langwirksamen Basalinsulin kombiniert werden.

Mahlzeiteninsuline kommen häufig bei einer supplementären Insulintherapie (SIT) zum Einsatz: Typ-2-Diabetiker, die unter oralen Antidiabetika keine ausreichende glykämische Kontrolle erzielen, werden zusätzlich mit einem Mahlzeiteninsulin behandelt. Das Konzept der SIT ist Professor Dr. Martin Pfohl zufolge vor allem für Patienten mit hohen postprandialen Blutzuckeranstiegen eine gute Alternative zur Gabe von Basalinsulin. Die Studie untersuchte die Wirksamkeit von Insulinglulisin bei der Initiierung einer SIT in der klinischen Praxis.

Die Patienten wurden unabhängig von der Studienteilnahme umgestellt. Die Entscheidung zum Wechsel auf Insulinglulisin wurde bereits im Vorfeld von den behandelnden Ärzten getroffen. Die teilnehmenden Patienten mit Typ-1-Diabetes erhielten zusätzlich ein Basalinsulin, Patienten mit Typ-2-Diabetes zusätzlich orale Antidiabetika oder ebenfalls ein Basalinsulin. Die Studie zeigte, dass nach der Umstellung der HbA1c-Wert innerhalb der nächsten zwölf Monate von durchschnittlich 8,36 auf 7,53 Prozent bei Typ-1-Diabetes beziehungsweise von 8,30 auf 7,29 Prozent bei Typ-2-Diabetes sank.

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