Zivilisationskrankheiten

Vegetarier haben seltener Diabetes APOTHEKE ADHOC, 03.08.2019 08:30 Uhr

Berlin - Vegetarier erkranken seltener an Typ-2-Diabetes: Zu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Analyse, die im JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde. Eine Garantie bietet der Fleischverzicht jedoch nicht.

Die Analyse umfasst die Auswertung von neun prospektiven Beobachtungsstudien: Alle zeigen übereinstimmend das seltenere Auftreten von Typ-2-Diabetes bei Menschen, deren Ernährung zum Großteil aus pflanzlicher Kost besteht. In sieben von neun Studien waren die inversen Assoziationen sogar signifikant. Mit einbezogen wurden von den Forschern aus Boston fünf US-Studien, eine Studie aus den Niederlanden, eine aus Griechenland sowie jeweils eine Studie aus Taiwan und Singapur. Insgesamt nahmen mehr als 300.000 Personen teil, von denen rund 23.500 während einer Nachbeobachtungszeit von 2 bis 28 Jahren an einem Typ-2-Diabetes erkrankten.

Die Forscher kommen insgesamt zu dem Ergebnis, dass Vegetarier ungefähr 23 Prozent seltener an einem Typ-2-Diabetes erkranken als Menschen, die Fleisch essen. Fünf der Studien zeigten eine deutliche Dosis-Wirkungs-Beziehung: Je höher der pflanzliche Nahrungsanteil, umso seltener erkrankten die Teilnehmer. Ein Großteil der Wirkung sei im häufig niedrigeren Body-Mass-Index begründet. Doch auch ohne die Herausnahme des BMI erkrankten die Vegetarier zu 47 Prozent seltener an einem Typ-2-Diabetes.

Ein anderes Ergebnis zeigte eine Studie der Oxford Universität: Ein Team untersuchte mehr als 45.000 Personen, von denen 1224 im Verlauf von knapp 18 Jahren am Typ-2-Diabetes erkrankten: Für Vegetarier zeigte sich ein um 37 Prozent vermindertes Erkrankungsrisiko. Nach der Berücksichtigung des BMI waren die Ergebnisse jedoch nicht mehr signifikant. Menschen mit geringem Fleischkonsum hatten jedoch weiterhin ein niedrigeres Diabetesrisiko.

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