Aluminium in Impfstoffen

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Berlin - Streitpunkt Aluminium: Das silbrig-weiße Leichtmetall hat seit einigen Jahren keinen guten Stand – wird in Kosmetik- und Arzneimittelindustrie kritisch gesehen. Als Zusatz in Antitranspirantien soll es das Brustkrebsrisiko steigern, oral aufgenommen Demenz fördern. Und in Impfstoffen? Da soll Aluminium eigentlich als Wirkverstärkung dienen, doch viele Menschen halten den Zusatz für gefährlich.

Der aktuell von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) mittels Rolling-Review-Verfahren überprüfte Impfstoff CoronaVac von Sinovac enthält eine Aluminiumverbindung als Wirkverstärker. Die wenigsten Totimpfstoffe kommen ohne solche Adjuvantien aus. Doch wieviel des Metalls wird tatsächlich durch die zweimalige Injektion von 0,5 ml aufgenommen?

Grenzwerte vorgeschrieben

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) informiert über die Beigabe bei Impfstoffen und weist darauf hin, dass kein Impfstoff reines Aluminium enthält, sondern stets bestimmte Aluminiumverbindungen als Wirkverstärker enthalten sind. „Der Gehalt an Aluminiumverbindungen aller in Deutschland und Europa zugelassenen Impfstoffe liegt deutlich unter dem erlaubten Grenzwert, der im Europäischen Arzneibuch vorgegeben ist.“ Im Falle einer Zulassung für CoronaVac würde sich auch hier der Gehalt unterhalb der Grenzwerte orientieren. Das Europäische Arzneibuch (Ph.Eur.) begrenzt den Aluminiumgehalt auf maximal 1,25 mg pro Dosis. Die in Europa zugelassenen Vakzine unterschreitendiesen Wert meist deutlich.

Weiter heißt es vom PEI: „Jeder Mensch nimmt tagtäglich Aluminium in gebundener Form über die Luft, das Trinkwasser und die Nahrung auf. Die zusätzliche Aufnahme von Aluminiumverbindungen über Impfungen im Leben eines Menschen ist im Vergleich dazu minimal.“ Für Aluminium gilt der Aufnahmegrenzwert bei 1 mg Aluminium pro kg Körpergewicht pro Woche.

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