Schlafstörungen

Behandlungsoptionen bei Hypersomnie Alexandra Negt, 21.06.2020 08:20 Uhr

Berlin - Hypersomnien sind Schlafstörungen, die durch ein starkes Tagesschlafbedürfnis gekennzeichnet sind. Sie können als Symptom verschiedener Erkankungsbilder auftreten. Zur Behandlung stehen Wirkstoffe wie Methylphenidat (Ritalin, Novartis), Modafinil (Vigil, Teva) oder Natriumoxybat (Xyrem, UCB) zur Verfügung. Seit diesem Jahr neu: Sunosi (Jazz Pharmaceuticals), das Medikament enthält den Wirkstoff Solriamfetol, der zu den Psychoanaleptika gehört. Eine Therapieform abseits der Psychostimulantien stellt Wakix (Pitolisant, Bioprojet) dar. Die Behandlung richtet sich auch nach der Ursache der Erkrankung.

Die meisten Schlafstörungen zeichnen sich durch Ein- und Durchschlafsstörungen aus. Doch es gibt auch Schlafstörungen, die zu einer exzessiven Tagesschläfrigkeit führen. Als Ursache für eine solche Hypersomnie kommen verschiedene Ursachen in Frage. Auslöser können schlafbezogene obstruktive Atemstörungen oder neurologische Störungen wie Narkolepsie oder das Parkinson-Syndrom sein. Auch endokrine Störungen wie die Hypothyresose führen zu Tagesmüdigkeit. Nicht zuletzt kommt es auch unter psychischen Störungen wie Schizophrenie oder Depression zu Schlafstörungen. Je nachdem, welcher Auslöser vorliegt, kommen unterschiedliche Wirkstoffe zum Einsatz. Auch die Basismedikation sollte bei der Auswahl eines Präparates berücksichtigt werden.

Methylphenidat

Methylphenidat (Ritalin, Novartis) ist ein stimulierender Wirkstoff aus der Gruppe der indirekten Sympathomimetika und wirkt im ZNS nicht auf neuronale Rezeptoren, sondern blockiert in diesem Fall die Wiederaufnahme der Neurotransmitter und stimuliert so eine Erregung des Sympathikus. Methylphenidat bindet nicht an adrenerge Rezeptoren. Dadurch, dass der Wirkstoff an die Wiederaufnahme-Transportproteine von Noradrenalin Dopamin bindet, wird die Aufmerksamkeit und der Muskeltonus gesteigert. Die weitaus bekanntere Indikation des Wirkstoffes ist ADHS.

Der Wirkstoff wird aufgrund der aufputschenden und euphorisierenden Wirkung auch häufig missbräuchlich verwendet. Ritalin wird in Studentenkreisen zur Steigerung der Konzentrations- und Gedächtnisleistung konsumiert. Die Beschaffung läuft überwiegend über den Schwarzmarkt und weniger über die Apotheke. Wie häufig der Arzneistoff tatsächlich missbräuchlich eingenommen wird, ist unklar. Die Amphetamin-ähnliche Wirkung ist stärker, je höher die zentrale Anflutungsgeschwindigkeit ist, deshalb wird Methylphenidat oft intranasal oder intravenös angewendet.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Coronavirus

Quarantäne-Ausnahmen

NRW-Kliniken: 3500 Kontaktpersonen im Einsatz»

Single- oder Family-Packung

CentoKit: PCR-Test bei Amazon»

Logistiker buhlen um Aufträge

Impfstoff-Logistik: Der Verteilungskampf beginnt»
Markt

Für keimfreie Masken & Handys

Fagron: Mini-Sterilisator für zu Hause»

Praxissoftwareanbieter eMDs

CGM kauft sich Größe im US-Markt»

Großhandel

Noweda-Vorstand: Rolf beerbt Wörtz»
Politik

Streit um NNF-Beiträge

Der Notdienst und die Insolvenz»

Wie geht es weiter?

Länder stimmen gemeinsames Vorgehen in der Corona-Pandemie ab»

G20-Gipfel

Merkel wirbt für Impfstoff-Initiative Covax»
Internationales

Sputnik-V

Putin bietet russischen Corona-Impfstoff an»

Mit PCR-Tests

Schweiz: Apotheken füttern Corona-Warnapp»

Ebola-Medikament überzeugt nicht

Corona: WHO rät von Remdesivir ab»
Pharmazie

Auf die Galenik kommt es an

Schmerztherapie: End-of-dose Failure vermeiden»

Erst geschützt, später anfälliger

Drohen nach Corona mehr andere Infektionen?»
Hamburg: Hausärzte beklagen Mangel an Grippeimpfstoff»
Panorama

Laserzentrum

Abrechnungsbetrug: Neun Hautärzte vor Gericht»

Corona-Maßnahmen

Kein Weihnachstgeschäft: Handel fordert Hilfe»

Auch wegen Corona

Apotheke berät Kunden per Video»
Apothekenpraxis

adhoc24

Impfzentren mit PTA / Spahn kauft Impfstoff / DocMorris-Marktplatz»

Verkauf an Laien

Schnelltest von der Tankstelle »

Corona-Massenimpfung

Einsatz in Impfzentren: PTA wären dabei»
PTA Live

Zunge rausstrecken & vieles mehr

Warum Masketragen auch schön sein kann»

Blended-Learning-Konzept

Eignungsprüfung: Ausländische PTA starten in die Vorbereitung»

Seenotrettung

Apotheker aus Buxtehude versorgt Sea Watch»
Erkältungs-Tipps

Wenn der Husten länger dauert

Chronische Bronchitis: Wie Phytotherapie helfen kann»

Tipps und Tricks für die lieben Kleinen

Das Kind ist krank – was tun?»

Mittelohrentzündung & Co.

Von der Nase zum Ohr: Wie Erreger wandern»
Magen-Darm & Co.

Gefahren der Pilzsaison

Achtung Pilzvergiftung: Fliegenpilz & Co.»

Fremdkörpergefühl im Hals

Globussyndrom: Auch an den Magen denken»

Trendprodukt Selbsttests

Was können Darmflora-Analysen & Co.?»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Von Milchbildung bis Abstillen

Milchfluss: Grundlage für die Stillzeit»

Supplemente in der Schwangerschaft

Folsäure & Jod: Nur die Hälfte ist versorgt»

Geschlechtsbestimmung

Mädchen oder Junge? Der Genetik auf der Spur»
Medizinisches Cannabis

Höchstmengen, Herstellung, Dokumentation

Cannabis: Das Wichtigste aus den Gesetzen»

Sonder-PZN, Lieferengpässe & Co.

Retaxgefahr Cannabis»

Blüte, Extrakt, Kapsel

Cannabis: Schritt für Schritt zur Rezeptur»
HAUTsache gesund und schön

Mimikfalten, Krähenfüße & Co.

Hautalterung: Wenn Kollagen und Elastin schwinden»

Mehr als dunkle Flecken

Pigmentstörung: Nicht nur ein Problem des Alters»

Viel hilft nicht immer viel

Überpflegung der Haut»