Gesundheits-App

Digitales Zecken-Barometer von Pfizer

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Berlin -

Frühwarnsystem für Zecken – mit der App „ZeckTag“ von Pfizer sollen Nutzer das Zeckenrisiko am individuellen Standort abschätzen können. Zudem enthält das Tool allgemeine Informationen über Zecken und ein Stichtagebuch.

Der Frühling lockt viele raus in die Natur. Aber nicht nur die ersten Sonnenstrahlen warten, sondern auch Zecken lauern auf einen Wirt. Die kleinen Parasiten können zum Beispiel gefährliche Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen und werden erst bei einer Außentemperatur von etwa sieben Grad aktiv.

Die App dient als Zecken-Barometer: Ist sie rot, sind Zecken aktiv. Gibt das Tool grünes Licht, ist keine Jagdaktivität der kleinen Spinnentiere zu befürchten. Um das Zeckenrisiko am aktuellen Standort zu ermitteln, nutzt die App als Basis die Wetterdaten und die vom Robert-Koch-Institut (RKI) jährlich festgelegten FSME-Risikogebiete. Dazu zählen beispielsweise weite Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie Regionen in Hessen und Thüringen.

Das kostenlose Tool für das Smartphone liefert nicht nur Informationen zum aktuellen Zeckenrisiko, sondern auch nützliche Tipps zur Vorsorge und Entfernung von Zecken. Denn hat sich der Parasit festgesaugt, sollte er schnellstmöglich entfernt werden und die Einstichstelle über mehrere Wochen beobachtet werden. Betroffene können dann das Stichtagebuch der App für die Dokumentation nutzen. Neben Notizen zu Rötung oder Schwellung können auch Bilder hinterlegt werden.

„Unser Fokus lag bei der Entwicklung der App ganz klar auf dem Aspekt der Vorsorge. Denn gerade Naturliebhaber sind viel unterwegs und haben nur minimale Ausrüstung dabei. Das Smartphone fehlt allerdings nur selten – für Notrufe oder eben eine kleine Notiz im Stichtagebuch der Zecken-App. In Sachen FSME ist Vorsorge einfach besser als Nachsorge“, sagt eine Pfizer-Sprecherin.

Die kleinen Insekten lauern im Gras oder Unterholz, daher sollte man sich bei einem Spaziergang entsprechend schützen. Geeignet ist lange Kleidung, denn sie erschwert den Zugang z freier Haut und den beliebten Stichregionen mit dünner gut durchbluteter Haut. Zecken stechen gerne in Kniekehle, Nacken, Genitalbereich, Achsel oder Bauch.

Wer helle Kleidung trägt, kann die braunschwarzen Zecken leichter erkennen und von der Kleidung entfernen. Auch Repellents aus der Apotheke können der Abwehr dienen. Diese sollten neben dem Schutz vor Stechmücken auch einen Hinweis auf eine Wirkung gegen Zecken vorweisen. Die Wirkung hält dann für mehrere Stunden und muss bei längerem Aufenthalt erneuert werden. Eine FSME-Impfung kann zwar nicht vor Zecken, aber vor der gefährlichen Erkrankung schützen.

Nach dem Spaziergang sollte der Körper auf Zecken untersucht werden, denn die kleinen Spinnentiere stechen nicht sofort zu. Haben sie einen geeigneten Platz gefunden, können sie über mehrere Tage Blut saugen. Hat die Zecke zugestochen, muss sie entfernt werden. Das Spinnentier sollte bestenfalls mit einer Pinzette oder einem speziellen Entfernungswerkzeug nahe der Hautoberfläche an ihren Mundwerkzeugen langsam und gerade herausgezogen werden.

Betroffene sollten nicht am vollgesogenen Körper ansetzen, die Zecke nicht drehen sowie nicht mit Öl oder Klebstoff beträufeln. Dadurch könnte das Tier gereizt und veranlasst werden, über den Speichel mögliche Infektionserreger abzugeben. Nach der Entfernung sollte die Wunde desinfiziert werden. Patienten sollten dann über mehrere Wochen nicht nur die Stichstelle beobachten sondern auch auf mögliche Krankheitssymptome achten.

Dazu zählen grippeähnliche Symptome mit Fieber, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Dann ist das Fieber für wenige Tage bis etwa eine Woche verschwunden. Im Anschluss entwickelt sich bei einem Teil der symptomatisch Infizierten eine neurologische Symptomatik.

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