Apothekerin als Christkind-Gehilfin | APOTHEKE ADHOC
Weihnachtsaktion

Apothekerin als Christkind-Gehilfin

, Uhr
Berlin -

Das zweite Jahr in Folge stellte die Apothekerin Anna Brunner vor ihrer easy-Apotheke in Düsseldorf einen goldenen Postkasten auf. Kinder sollten eine ganz besondere und zauberhafte Anlaufstelle haben, wenn sie einen Brief an das Christkind verschicken wollten. Die Pharmazeutin beantwortet alle Einsendungen.

Noch bis zum 24. Dezember können Kinder ihre Post mit Wünschen oder Grüßen an das Christkind in den glitzernden Briefkasten werfen. „Nicht nur Kinder werden durch den Briefkasten magisch angezogen“, berichtet Brunner. Auch viele Erwachsene würden stehen bleiben und Fotos machen. Damit das goldene Funkeln richtig zur Geltung kommt, wird der Kasten von 16 bis 19 Uhr vor die Apotheke gestellt.

Rund 30 Zuschriften seien bisher eingegangen, sagt Brunner. Darunter seien einige Zeichnungen, Grüße an das Christkind, aber auch Wunschzettel. Eine Kinderhandy und eine Playmobil-Station seien in diesem Jahr dabei gewesen. Ein Mädchen habe sich aber gewünscht, dass alle Kinder auf der Welt gesund bleiben und überall Frieden herrschen sollten.

Ein Junge habe an zwei Tagen hintereinander Briefe an das Christkind in den Postkasten geworfen. „Wahrscheinlich ist ihm noch ein Geschenk eingefallen, das er am Vortag vergessen hat“, schmunzelt die Apothekerin. Zwar müssen die Wünsche der Kinder weiterhin von ihren Eltern in Vertretung des Christkindes erfüllt werden. Alle Briefe, die eine Rücksendeadresse haben, will aber die Pharmazeutin persönlich beantworten.

Das stellt sich manchmal als eine schwierige Aufgabe heraus. So sei in diesem Jahr ein Brief auf japanisch dabei gewesen. „Da musste ich jemanden suchen, der mir den Text übersetzt“, berichtet Brunner. „Die Antwort musste ich dann auf englisch schreiben.“

Die Idee mit dem Briefkasten geht auf Brunners Sohn zurück. Er habe gefragt, wo er denn seinen Wunschzettel einwerfen könne, sagt die Mutter von drei Kindern. Brunners Ehemann baute den goldfarbenen Postkasten, der bei jedem Briefeinwurf aufleuchtet und ein leises „Bling, bling“ ertönen lässt.

Im vergangenen Jahr stand der Kasten nur drei Tage vor der Apotheke. Trotzdem wurden etwa zehn Briefe eingeworfen. Ein Junge habe geschrieben, dass seine Familie keinen Weihnachtsbaum habe, er aber gerne einen hätte. Auch wenn Brunners eigentlich keine Wünsche erfüllen, hätten sie „in einer Nacht- und Nebelaktion“ einen Weihnachtsbaum mit einer Lichterkette vor die Tür des Kindes gestellt.

Auch Brunners Kinder werden ihre Grüße an das Christkind – natürlich zusammen mit einem Wunschzettel – in den goldenen Briefkasten einwerfen. „Zwar wird meine achtjährige Tochter bereits etwas skeptisch, ob die ganze Sache mit Christkind wirklich so stimmt“, erzählt die Apothekerin. Ihre beiden fünfjährigen Söhne seien aber nach wie vor begeistert, dass das Christkind seine Postfiliale ausgerechnet vor der Apotheke ihrer Mutter eröffnet hat.

Ihre Briefe werden aber erst einen Tag vor Heiligabend eingeworfen. „Hätten sie ihre Listen schon Anfang Dezember fertiggestellt und an das Christkind geschickt, wären sie inzwischen überholt“, lacht Brunner. Denn einige Wünsche seien hinzugekommen, andere wiederum wurden gestrichen.

Auch im nächsten Jahr will Brunner das Christkind tatkräftig unterstützen. „Es wäre schön, wenn sich der Briefkasten etablieren und zur einer festen Anlaufstelle für Kinder in der Weihnachtszeit würde“, wünscht sie sich.

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