Warnung für Grenzgebiet

Verletzte bei Ammoniak-Austritt

, Uhr aktualisiert am 28.06.2023 07:45 Uhr
Berlin -

Bei einem Ammoniak-Austritt in einem Betrieb in Niederbayern sind am Dienstag acht Menschen verletzt worden. Die Firma in Ortenburg im Landkreis Passau wurde evakuiert, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Laut Polizeiangaben besteht weiterhin ein Warnhinweis für den betroffenen Ortsteil von Ortenburg. Anwohner in und um Sammarei werden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Der zuvor bis an die Grenze zu Österreich reichende Gefahrenbereich wurde am Dienstagabend deutlich eingeschränkt.

Die Einsatzkräfte gehen derzeit davon aus, dass rund 800 Kilogramm Ammoniak ausgetreten sind. Einsatzkräfte evakuierten rund 50 Mitarbeitende. Bisher seien acht Verletzte ins Krankenhaus gekommen, sagte der Sprecher. Einige von ihnen hätten das Krankenhaus nach einer ersten Versorgung bereits wieder verlassen. Die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden nach der Evakuierung der Firma medizinisch überprüft.

Ammoniak ist nach Angaben des Umweltbundesamts eine gasförmige Stickstoff-Verbindung. Es breitet sich in der Luft aus, reagiert mit anderen Luftschadstoffen und bildet Feinstaub. Ammoniak selbst und die in der Luft gebildeten Feinstaubpartikel gefährden demnach die menschliche Gesundheit und schädigen Pflanzen und Ökosysteme. Das Landratsamt Passau hat ein Bürgertelefon eingerichtet, an das sich Betroffene mit Fragen wenden können.

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