Todesgefahr: WM-Spiele nicht alleine gucken! | APOTHEKE ADHOC
Randnotiz

Todesgefahr: WM-Spiele nicht alleine gucken!

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Berlin -

Es geht lo-o-o-s! Gerade erreicht uns eine Botschaft der Notärzte: Wir sollen WM-Spiele nicht alleine gucken. Da ich niemals auf die Idee käme, Fußball alleine zu schauen, schütze ich mich damit en passant vor Herzinfarkt und Herzstillstand. Man muss auch mal Glück haben.

Aber was machen die, die alleine auf dem Sofa sitzen? Die müssen aufpassen und dürfen, um es mit Lothar Matthäus zu sagen, auf keinen Fall den Sand in den Kopf stecken. Eine medizinische Studie belegt laut Professor Dr. Jahn-Thorsten Gräsner, Experte für Notfallmedizin bei der „Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“, dass es bei Deutschland-Spielen zu besonders vielen Herzinfarkten und Herzstillständen kommt.

Ist der Mann eine Spaßbremse? Ich habe sofort seine Fotos gegoogelt, er sieht richtig nett aus. Er rät für den Notfall: Kreislauf prüfen, Notruf 112 wählen und dann Erste Hilfe leisten. Das Motto hierbei ist: „Prüfen, rufen, drücken.“ Mit Drücken ist gemeint, bis zum Eintreffen der Notärzte 100 Mal pro Minute das Brustbein des Patienten fünf Zentimeter tief einzudrücken.

Man kann das jetzt verdrängen. Oder sich zur Sicherheit als Laie oder Mensch, der den letzten Erste Hilfe-Kurs vor einigen Jahren absolviert hat, noch einmal ein Online-Tutorial ansehen.

Besonders gefährdet sind die Fans, wenn ein Tor für Deutschland fällt. Dann ist der Jubel natürlich groß, dafür wurde Fußball erfunden. Auch herzkranken Patienten rät Professor Gräsner zum Jubel. Die Empfehlung, nicht zu laut zu jubeln, macht aus seiner Sicht keinen Sinn. „Jeder soll sich so freuen, wie er es braucht.“

Aus EU-Sicht gibt es nur einen Weg: Die Fußbälle müssen künftig mit Warnhinweisen versehen werden, sämtliche WM-Produkte natürlich auch. Textvorschlag: „Fußball-Weltmeisterschaften können Menschenleben gefährden und Verletzte fordern.“

Im ersten Schritt würde ich von schockierenden Fotos wie auf den Zigarettenpackungen absehen. Erst wenn die Leute nach einer 3-Jahres-Frist immer noch alleine Fußball gucken, müssen die Politiker die Daumenschrauben anziehen. Dann wird per Gesetz verfügt, dass man nur noch auf der Fanmeile oder in zertifizierten Kneipen WM-Spiele verfolgen darf. Über eine Dezibel-Beschränkung beim Jubeln – Stichwort Ohrenschaden und seelische Schäden bei Mitfeiernden – informieren wir hier gesondert.

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