Tarifverhandlungen für Pharmabranche

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Mainz - Bei den anstehenden Tarifverhandlungen für die in Rheinland-Pfalz bedeutende chemisch-pharmazeutische Industrie liegen die Positionen von Gewerkschaft und Arbeitgebern weit auseinander. Die IG BCE fordert für die rund 57.400 Beschäftigten vor dem heutigen Start der Gespräche in Mainz unter anderem eine arbeitgeberfinanzierte Pflegezusatzversicherung.

Zudem will sie eine über der Inflationsrate liegende Entgelterhöhung durchsetzen sowie ein „Zukunftskonto” von 1000 Euro pro Jahr und Beschäftigtem. Die sollen das Geld in zusätzliche freie Tage umwandeln können, für längere Auszeiten ansparen oder für die Altersvorsorge nutzen können.

Der Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz verweist auf „massive Gewinnrückgänge”. Zudem müssten Unternehmen viel investieren, um Herausforderungen wie die Digitalisierung oder den Strukturwandel in der Autoindustrie zu stemmen. Insofern kämen die Forderungen der IG BCE zu einem „schlechten Zeitpunkt”.

„Wenn zu den wirtschaftlichen Herausforderungen noch zusätzliche Belastungen kommen, wird dies zu einem größeren Problem für die Betriebe”, hatte Hauptgeschäftsführer Bernd Vogler kürzlich gesagt. Im Fokus müsse der Erhalt der Standorte stehen, dafür brauche es „Kostendisziplin und mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten”. Am 21. Oktober wollen beide Seiten nach den Gesprächen in den regionalen Tarifbezirken zu zentralen Verhandlungen auf Bundesebene wechseln.

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