Als eine Frau vergangenen Freitag ihre vermeintliche „Geschenksendung“ aus Thailand am Zollamt Wolfsburg in Empfang nehmen wollte, schauten die Beamten genauer hin. Am Ende fanden sie auffällig versteckte Tabletten zwischen Kleidung, Essen und Kaffeepackungen. 106 Blister mit insgesamt 760 Tabletten konnten in den Verstecken sichergestellt werden.
Die Nachfrage nach Arznei- oder Lebensmitteln im Paket hatte die Empfängerin der Sendung verneint, doch schon bei der ersten Durchsicht fielen diverse selbst hergestellte sowie handelsüblich verpackte Lebensmittel auf. Da eines davon womöglich als Arzneimittel hätte dienen können, durchsuchte der Zoll das Paket noch einmal genauer.
Bei der vollständigen Öffnung und Kontrolle des Paketes kam dann Überraschendes zutage: mehrere Blister mit Tabletten, die zunächst nicht offen erkennbar waren und offensichtlich so an anderen Dingen befestigt worden waren, dass sie auf den ersten Blick nicht zu sehen waren. „So befanden sich Arzneimittel unter anderem in Kaffeeverpackungen, welche im Bodenbereich wieder verschlossen beziehungsweise verklebt worden waren, in Kleidungsstücken und zwischen Tüten mit frittiertem Knoblauch sowie an weiteren Verpackungsgegenständen, an deren Rückseiten die Arzneimittel befestigt beziehungsweise verklebt waren“, meldet das Hauptzollamt Braunschweig.
„Die Verbringungsweise war geeignet, das Vorhandensein der Arzneimittel bei einer oberflächlichen Kontrolle zu verschleiern. Das Gewerbeaufsichtsamt bestätigte, dass es sich bei allen gefundenen Tabletten um Arzneimittel handelt, die zum Teil verschreibungspflichtig sind und die dementsprechend einem Einfuhrverbot unterliegen“, so der Zoll.
Auf die Empfängerin des Pakets kommt nun ein Strafverfahren zu, unter anderem wegen des Verstoßes gegen die Einfuhr von Arzneimitteln.
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