Familientradition

Stiefväterliche Apotheke zurückgekauft Torsten Bless, 13.01.2018 09:19 Uhr

Berlin - Mut zur Landapotheke: Als kleines Kind hatte Alina Lang hier schon gespielt. Mit 33 und zwei eigenen Sprösslingen im Schlepptau hat sie den alten Betrieb ihres Stiefvaters in Hofgeismar zurückgekauft.

Am 1. Januar 1984 eröffnete Jürgen Schmidt in Hofgeismar bei Kassel seine Brunnen-Apotheke. Im selben Jahr kam Alina Lang im Ruhrgebiet zur Welt. „Ein Jahr später begann meine Mutter mit ihrem Biologiestudium in Kassel und zog mit mir nach Hofgeismar. Hier haben sich die beiden kennengelernt“, erzählt Lang. „Ich wurde mit der Apotheke und ihren Mitarbeitern groß. Als Kind saß ich in der Spielecke, nach der Schule besuchte ich immer meine Mutter, die hier die Büroarbeit machte.“ Die Atmosphäre sei immer sehr herzlich gewesen. „Mein Stiefvater war ein manchmal strenger, aber immer sehr gerechter Chef“, beschreibt sie. „Ihm war ein gutes Betriebsklima immer sehr wichtig.“

Im November 2003 starb Schmidt. Ihre Mutter übernahm vorübergehend die Verwaltung der Brunnen-Apotheke. Mit Dr. Susanne Morlang fand sie 2005 eine Käuferin. Ihr gehören auch die Mohren-Apotheke am Ort sowie die Brücken-Apotheke in Gieselwerder und die Greif-Apotheke in Bodenfelde.

Trotz ihrer Nähe zur Apotheke war für Lang keineswegs ausgemacht, in die Fußstapfen ihres Stiefvaters zu treten. „Mich hat die Medizin schon sehr interessiert, obwohl ich eigentlich weder Blut noch Nadeln sehen kann. Mein leiblicher Vater ist Arzt, da wurde mir das quasi in die Wiege gelegt.“ Zuerst erprobte sie sich in der Tiermedizin, doch bei einem Schulpraktikum stellte sich heraus, dass das nicht so das Richtige war. „Nach dem Abitur wusste ich noch immer nicht, in welche Richtung es gehen sollte. Ich hatte Biologie als Leistungskurs im Abitur, die Naturwissenschaften lagen mir“, erinnert sich La

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