Darf´s ein bisschen mehr Hygiene sein?

, Uhr

Berlin - An das Tragen einer Maske in öffentlichen Einrichtungen hat sich mittlerweile der Großteil der Bevölkerung gewöhnt. Irgendwie gehört sie mittlerweile schon fast „dazu“. Apothekerin Sarah Sonntag ist jedoch manchmal fassungslos, wie sehr sie „dazu gehört“: Denn um sie griffbereit zu haben, werden viele Menschen kreativ – der Hygieneaspekt scheint dabei nebensächlich zu sein.

„Dass wir das mal miterleben würden, hätte wahrscheinlich niemand von uns gedacht“, meint Sarah zu Max. „Wenn ich meinen Enkelkindern irgendwann Fotos aus dieser Zeit zeige, werden sie bestimmt geschockt sein und es wird viel zu erzählen geben.“ Max nickt zustimmend, denn auch er hat im Labor mittlerweile zahlreiche Geschichten von PTA und Apothekern gehört. Doch alle kennt auch er noch nicht.

„Ich glaube, die Menschen vergessen immer wieder, dass die Maske nicht bloß ein Accessoire ist – sondern, dass sie einen Schutz für sie darstellen soll“, erklärt Sarah. Bei vielen beobachtet sie im Umgang mit den Masken große Nachlässigkeit in Bezug auf die Hygieneregeln. „Viele Kunden vergessen zunächst sie aufzuziehen. Sie wird dann schnell zusammengeknüllt aus der nächsten Jacken- oder Hosentasche gezogen, in der sich auch Handy, Schlüssel oder andere Alltagsgegenstände befinden.“ Bei den Stoffmasken spielt zudem häufig keine Rolle, ob nun die „saubere“ Seite wirklich innenliegend ist oder eben nicht. „Hauptsache der Fetzen kommt vor den Mund – die Nase wird ohnehin nicht immer abgedeckt, obwohl es mittlerweile jeder besser wissen sollte.“

Doch nicht nur Stoffmasken lassen sich gut in den Taschen verstauen – „auch EINMAL-Masken, die nach dem Tragen eigentlich entsorgt werden müssen – schließlich heißen sie nicht umsonst so – werden immer und immer wieder verwendet“, schimpft die Apothekerin. Manche Masken sind ganz zerknittert und überhaupt nicht mehr in Form. „Da sieht man schon von weitem, dass die länger im Gebrauch sind, als sie sollten.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
„Kartenhersteller wahrscheinlich überfordert“
KBV: Komplizierte Signatur verhindert E-Rezept-Einführung»
Datenübermittlung für das E-Rezept
Apotheker sollen für Versender zahlen»
Erst ab der 201. Lieferung 20 Cent pro Fahrt
Apomap: Botendienst-Software wird kostenlos»
Minister bei Drogeriekette
Spahn eröffnet dm-Testzentrum»
Hormone, Schwangerschaft & Co.
Dehnungsstreifen: Irreparable Hautschäden»
Ausschlag ohne eindeutige Ursache
Update: Dyshidrose»
Mehr Feuchtigkeit, stärkere Barriere
Ectoin in der Allergiepflege»

Copyright © 2007 - 2021, APOTHEKE ADHOC ist ein Dienst der EL PATO Medien GmbH / Pariser Platz 6A / 10117 Berlin Geschäftsführer: Patrick Hollstein, Thomas Bellartz / Amtsgericht Berlin Charlottenburg / HRB 204 379 B