Gefälschtes Krebsmedikament

Razzia bei Pharmagroßhändler dpa/APOTHEKE ADHOC, 25.01.2019 11:38 Uhr

Berlin - Es gibt einen neuen Arzneimittelskandal, wieder in Brandenburg. Das Landeskriminalamt durchsuchte am Mittwoch Wohnungen und Firmensitze in Deutschland, Ungarn und der Schweiz. Hintergrund sind Ermittlungen gegen einen Pharmagroßhändler aus Baden-Württemberg.

Im Fokus steht ein Pharmagroßhändler aus Baden-Württemberg, der seit dem Frühjahr 2018 ein bestimmtes Krebsmedikament mit gefälschten Packungen und Beipackzetteln vertrieben haben soll. Noch unklar sei, ob auch die Wirkstoffe der Arzneimittel gefälscht wurden. Laut LKA hat der Originalhersteller bei der Analyse keine signifikanten Abweichung vom Wirkstoffgehalt festgestellt, sodass unklar ist, ob diese auch gefälscht sind.

Die Manipulationen seien erstmals einem Brandenburger Pharmagroßhändler bei der Wareneingangskontrolle aufgefallen, so das Polizeipräsidium. Dieser informierte das zuständige Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG), das umgehend den Vertrieb dieser Charge in Deutschland und Europa stoppte. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz und gewerbsmäßigen Betrugs aufgenommen.

Zunächst wurde Rechtshilfe beantragt, um in Zusammenarbeit mit den zuständigen Justizbehörden in der Schweiz und in Ungarn tätig werden zu können. Die Maßnahmen im Ausland wurden durch die dort zuständigen Behörden vorgenommen und durch Ermittler des LKA Brandenburg begleitet. Unter der Beteiligung weiterer in- und ausländischer Behörden wurden insgesamt sieben Objekte durchsucht, darunter Wohnungen, Pharmaunternehmen- und -händler, Apotheken und Versandlager. Dabei wurden umfangreiche Unterlagen und elektronische Daten sichergestellt.

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