Prozess gegen Schlagstock-Apothekenräuber

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„Überfall! Geld her!“, riefen sie, der Täter namens Hussein soll der Inhaberin der Apotheke die Pistole an die Schläfe gehalten haben. Sein Komplize wird beschuldigt, mit dem defekten Stock mehrere Apothekenmitarbeiter in den Bauch geschlagen zu haben. Das Landgericht Potsdam bezeichnet die Tat als „besonders schweren Raub“.

Bei dem brutalen Überfall erbeuteten die Täter rund 800 Euro Bargeld. Bevor sie die Apotheke verließen, sagte Oktay T.: „Sorry, wir brauchen das Geld.“ An diesen Satz erinnerte sich die Inhaberin vor Gericht. Aus heutiger Sicht sagt der Täter, der sich reuig zeigt: „Die Tat hat sich nicht gelohnt.“ Und: „Ich habe nun Angst, dass ich wieder alles verliere.“

Nach der Tat tauchten die beiden Beschuldigten unter. Die Polizei hatte keine Spur, sodass es lange aussah, als würde die Tat ungesühnt bleiben. Oktay T. reiste für längere Zeit in die Türkei, wo er sich um seine kranke Mutter kümmerte. Jahre nach dem Überfall fuhr er ohne Fahrerlaubnis und geriet in eine Polizeikontrolle. Als ein DNA-Test durchgeführt wurde, kamen die Ermittler dem Apothekenüberfall auf die Spur. Oktay T. wurde verhaftet, er sitzt seit September 2018 in U-Haft. Aufgrund der Brutalität der Tat muss er mit mehreren Jahren Gefängnis rechnen, für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt.

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