Mate: Ungenügend und nicht verkehrsfähig

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Berlin - Mate-Tee ist als Getränk in Südamerika weit verbreitet. Klassisch wird der Tee aus einer Kalebasse getrunken, dem ausgehöhlten und getrockneten Stilende eines Flaschenkürbis. Dem Aufguss wird unter anderem eine anregende und das Hungergefühl hemmende Wirkung zugeschrieben. Probleme bereitet jedoch der Gehalt an Anthrachinon. Öko-Test untersuchte 14 Produkte auf den Gefahrstoff, das Ergebnis ist ein „Teesaster“ – titelt das Magazin.

Öko-Test untersuchte 14 Produkte, die eine Hälfte kam aus dem konventionellen Anbau, die andere wurde ökologisch angebaut. Vertreten waren die Produkte von Salus, Bad Heilbrunner, Oasis-Versand, El Puente, Sonnentor, Tee Gschwendner, Canarias Yerba Mate, De Campo Yerba Mate, La Selva Es Cosa Buena Yerba Mate, Pajarito Yerba Mate, Rosamonte- und Taragui Yerba Mate, Kraus Organic & fair Trade Yerba Mate und Amanda Yerba Mate.

Das Ergebnis könnte kaum schlechter sein – zehn der vierzehn untersuchten Tees seien nicht verkehrsfähig. Grund ist der überschrittene zulässige Gehalt an Anthrachinon. Trotz einer Messtoleranz von 50 Prozent wurde die gesetzliche Höchstmenge von 0,02 mg/kg überschritten. In zwei weiteren Fällen wurde zwar der gestattete Wert überschritten, liegt jedoch abzüglich der Toleranz wieder im zulässigen Bereich. Es handelt sich um die Produkte Salus und Kraus Organic & Fait Trade Yerba Mate.

Es gibt auch einen Testsieger – Oasis Bio wurde mit „sehr gut“ bewertet. Anthrachinon konnte nur in Spuren nachgewiesen werden und auch sonst gab es hinsichtlich Pestiziden und polyzyklischen Kohlenwasserstoffen keine Mängel. Auf den zweiten Platz schaffte es der Tee von Bad Heilbrunner mit einem „befriedigend“.

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