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Lassen Sie mich durch, ich bin PhiP! Alexander Müller, 22.08.2015 07:52 Uhr

Berlin - Auf dem Campus der Universität Würzburg, im Jahr 2030: Mit dem zweiten Staatsexamen in der Tasche geht die frisch gebackene Pharmazeutin in die Fachschaft. Vor der Tür warten schon rund drei Dutzend Damen und Herren in weißen Kitteln. Es sind Apotheker aus der Umgebung. Jeder hofft darauf, sich einen PhiP für das praktische Jahr schnappen.

Jetzt beginnt für die Studenten der angenehme Teil des Tages. Die Apotheker überbieten sich gegenseitig, versprechen Approbiertengehälter für das halbe Jahr PJ, gar das Salär eines Filialleiters, wenn sich der Nachwuchs für ein Jahr oder länger verpflichtet. Drinnen in der PhiP-Lounge sitzen die Absolventen. Sie können sich nicht vorstellen, dass ihre Vorgänger noch vor Jahren für den Mindestlohn gekämpft haben. Aber die hatten im Studium auch nicht die Sondermodule „Hilfsmittelantrag“ und „Retax-Killer I-III“…

Zurück ins Jahr 2015: PhiP erhalten aktuell für das erste Halbjahr monatlich 750 Euro brutto, 880 Euro im zweiten Halbjahr. Die Studenten sind zwar voll weitsichtigem Verständnis für ihre Arbeitgeber und künftigen Kollegen, hätten aber dennoch gerne mindestens Mindestlohn. Das wären 1470 Euro – und eine Apotheke (alias „kleine Bude“), die an dieser Differenz ökonomisch zerbricht, ist womöglich sowieso nicht die beste Adresse zum Lernen.

Die Apothekengewerkschaft Adexa muss das PhiP-Gehalt schon aus existentiellen Gründen für ungerecht halten. Was wäre das sonst für eine Gewerkschaft?! Als dann in dieser Woche auch noch der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheker (ADA) ohne Verhandlungsmandat bei den Tarifgesprächen aufkreuzte, schäumte die Adexa vor Wut. Mit dem Furor des Klassenkämpfers machte sich die Gewerkschaft über die „Machtlosigkeit der Standesvertretung“ lustig, diagnostizierte den Apothekenleitern gar eine „depressive Inaktivität“

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