Angst vor Lockdown vergällt Kauflaune

, Uhr

Berlin - Die Corona-Krise ist noch lange nicht ausgestanden, viele Branchen sind weiter in schwerer Not. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will jetzt die Corona-Hilfen nachbessern. Unterdessen drücken die drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen auf die Kauflaune der Verbraucher.

Angesichts steigender Infektionszahlen wächst die Sorge vor einem zweiten Lockdown. „Der Optimismus der deutschen Verbraucher schwindet im Oktober spürbar“, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK mit Blick auf die neueste Studie zum Konsumklima. Etwa drei Viertel der Verbraucher gingen derzeit davon aus, dass die Corona-Pandemie eine große oder sehr große Bedrohung für sie darstelle. Rund jeder Zweite (51 Prozent) in Deutschland macht sich große oder sehr große Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft.

Es steige die Furcht vor einem nochmaligen Herunterfahren des öffentlichen Lebens, sollte das Infektionsgeschehen außer Kontrolle geraten, sagte Bürkl. „Das schlägt auch auf die Konsumstimmung durch.“ Der Privatkonsum ist eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur. Im zweiten Quartal waren die privaten Konsumausgaben infolge der coronabedingten Einschränkungen gegenüber dem Vorquartal um mehr als 10 Prozent eingebrochen.

Laut einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW schlägt die Corona-Krise massiv auf die Beschäftigung bei mittelständischen Firmen durch. „Bis zum Jahresende 2020 könnte es zu einem Verlust von etwa 1,1 Millionen Arbeitsplätzen kommen“, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. „Trotz der Erholung im dritten Quartal sind die Geschäftserwartungen für 2020 historisch schlecht.“

In diesem Jahr rechnet laut der jüngsten KfW-Umfrage vom September mehr als jedes zweite Unternehmen mit einem Umsatzrückgang. Insgesamt könnten die Erlöse demnach um 545 Milliarden Euro einbrechen. Hoffnung macht, dass viele Firmen in guten Zeiten finanzielle Polster angelegt haben. „Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren einen hohen Bestand an Eigenkapital aufgebaut, wovon sie nun profitieren“, sagte Köhler-Geib.

  • 1
  • 2

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
„Kartenhersteller wahrscheinlich überfordert“
KBV: Komplizierte Signatur verhindert E-Rezept-Einführung»
Datenübermittlung für das E-Rezept
Apotheker sollen für Versender zahlen»
Erst ab der 201. Lieferung 20 Cent pro Fahrt
Apomap: Botendienst-Software wird kostenlos»
Minister bei Drogeriekette
Spahn eröffnet dm-Testzentrum»
Hormone, Schwangerschaft & Co.
Dehnungsstreifen: Irreparable Hautschäden»
Ausschlag ohne eindeutige Ursache
Update: Dyshidrose»
Mehr Feuchtigkeit, stärkere Barriere
Ectoin in der Allergiepflege»

Copyright © 2007 - 2021, APOTHEKE ADHOC ist ein Dienst der EL PATO Medien GmbH / Pariser Platz 6A / 10117 Berlin Geschäftsführer: Patrick Hollstein, Thomas Bellartz / Amtsgericht Berlin Charlottenburg / HRB 204 379 B