Schließung

„Alles begann mit Ulla Schmidt“

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Der „gewünschte“ Wettbewerb habe dazu geführt, dass sich die Apotheken untereinander die Kunden wegnehmen wollen. „Rabattschlachten habe ich nie gemacht. Für mich steht die gute Beratung und nicht der Preis im Vordergrund“, betont Sehring-Castelli. Dazu komme, dass sich die Apotheken untereinander selten einig seien.

In Herzogenaurach gibt es in der Innenstadt vier Apotheken. Auch darin sieht Sehring-Castelli einen Grund, weshalb sie keinen Nachfolger gefunden hat. Dazu komme, dass es eine große Auswahl an „Apotheken meiner Generation“ gebe. Damit meint die Pharmazeutin Betriebe, die solide dastehen, bei denen aber Investitionen in Technik und Digitalisierung notwendig sind. „Ich habe keinen Kommissionierer und die Investitionen in den digitalen Bereich für das E-Rezept habe ich nicht mehr mitgemacht.“

Ihre Apotheke wollte die 66-Jährige außerdem „nicht um jeden Preis“ abgeben. „Wenn kein Nachfolger gefunden wird, der in meinem Sinne handelt, mache ich die Apotheke lieber zu“, sagt sie. Die Schließung am 31. März bereitet ihr dennoch etwas Bauchschmerzen: „Es tut schon weh, ich hätte gerne gesehen, dass die Apotheke fortbesteht.“ Froh ist Sehring-Castelli, dass ihr Team versorgt ist – fünf hätten neue Stellen, zwei gingen ebenfalls in den Ruhestand.

 

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