Arzneimittelzulassungen

vfa: Jede dritte US-Innovation entgeht Deutschland

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Berlin -

Deutschland drohe bei innovativen Arzneimitteln weiter zurückzufallen, mahnt der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland (vfa). Er verweist auf die aktuelle „Europe’s pharmaceutical innovation gap“-Studie von Charles River Associates (CRA): Demnach seien zwischen 2016 und 2025 ein Drittel der neu in den USA zugelassenen Medikamente ohne Zulassung in Deutschland geblieben.

Besonders betroffen seien Therapien mit hohem Nutzen: Von 175 fehlenden Medikamenten hätten 51 einen Breakthrough-Therapy-Status. Wichtige Behandlungsoptionen würden damit später oder gar nicht zur Verfügung stehen, bemängelt der vfa. „Deutschland entgeht inzwischen jedes dritte neue Medikament aus den USA. Der Innovationsrückstand ist damit längst Realität. Wenn sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, werden Unternehmen Europa noch häufiger bei neuen Therapien außen vor lassen – genau das droht bei einer Umsetzung der aktuellen Sparvorschläge für Arzneimittel“, so vfa-Präsident Han Steutel.

Außerdem hebt der vfa hervor, dass der Gap nicht durch Ablehnung der Mittel entstehe, sondern weil die Zulassung für Europa gar nicht erst beantragt werde. Die USA und zunehmend auch China dominierten nun statt früher Europa als Markteintrittsort für Innovationen. Laut Steutel müsse die Attraktivität des Standorts Europa gestärkt werden, denn offenbar stimmten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Pharmafirmen nicht mehr. Es brauche nun verlässliche und planbare Erstattungsbedingungen.

„Maßnahmen, die Unsicherheit erhöhen oder die wirtschaftliche Attraktivität schwächen, können dagegen dazu führen, dass neue Therapien künftig noch häufiger zuerst in anderen Regionen verfügbar sind“, mahnt der vfa.

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