Teva bringt Adrenalin-Pen

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Berlin - Nach jahrelangen Schwierigkeiten kann Teva einen Erfolg für seine generische Version des Autoinjektors EpiPen verbuchen: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Adrenalin-Pen die Zulassung erteilt. Auch auf dem deutschen Markt könnte der Generikahersteller damit in Zukunft punkten.

Es ist das Ende eines langen und holprigen Weges: Jahrelang hatte Teva vergeblich versucht, Mylan mit einer generischen Version des EpiPens Konkurrenz zu machen. Doch die EpiPen-Hersteller setzten sich zur Wehr. Wie der deutsche Fastjekt von Meda wird auch der EpiPen in den USA von Pfizer als Lohnhersteller produziert. 2012 setzte der New Yorker Konzern in einem Patentstreit durch, dass Teva vor Juli 2015 kein Generikum zum EpiPen auf den Markt bringen darf.

Kurz vor Ablauf der Frist funkte dann auch noch Mylan selbst dazwischen und wollte mit einer Petition erreichen, dass in den USA nur das Original vertrieben werden darf. Das Argument: Eine geringfügig andere Anwendungsweise könne in den potentiell lebensbedrohlichen Situationen, in denen der Autoinjektor zum Einsatz kommt, zu schweren Komplikationen führen. Die Patienten könnte die Teva-Version des Pens eventuell falsch handhaben.

Die Initiative konnte Teva nicht aufhalten, nur verzögern. 2016 stellte der israelische Konzern einen Zulassungsantrag – vergeblich, die FDA lehnte aufgrund „nicht näher genannter Mängel“ ab, wie das US-Fachportal Stat berichtete. Jetzt, zwei Jahre später, war der nächste Anlauf erfolgreich.

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