Amazon/PillPack: Apotheke war gestern

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Berlin - Je einfacher die Einnahme, desto größer die Therapietreue. Der Gedanke ist weder kompliziert noch neu. Es brauchte nur jemanden, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Töne anschlug – und Amazon dazu brachte, knapp eine Milliarde Dollar auf den Tisch zu legen. PillPack ist eine typische US-Firmengeschichte aus dem 21. Jahrhundert.

PillPack gefährde das Geschäftskonzept von Apothekenketten wie CVS und Walgreens: Das schrieb das Forbes Magazine bereits 2015, als PillPack noch ein kleines Start-up aus dem Bundesstaat New Hampshire war. Drei Jahre später brechen die ohnehin gebeutelten Aktien der Kettenkonzerne um 10 Prozent ein – weil niemand geringeres als der Leviathan unter den E-Commercern zugeschlagen hat. Amazon kauft PillPack und wird das Geschäftskonzept den Erwartungen zufolge mit der Kraft von Milliarden Dollars über den US-Markt stülpen.

Wie bei vielen innovativen Unternehmen begann alles mit der Idee, ein kompliziertes Problem auf einfache Weise zu lösen. Der junge Apotheker TJ Parker ärgerte sich darüber, dass viele Patienten Therapietreue vermissen lassen, vor allem wenn sie mehrere Medikamente auf einmal nehmen müssen. Und das ist schließlich eher die Regel als die Ausnahme.

Parkers Annahme: Für viele, vor allem für alte und kranke Menschen, ist die durchschnittliche Apotheke eine Qual. Man muss erst hinkommen, dann anstehen, eventuell sogar noch mit dem Apotheker über irgendwelche Details diskutieren. Das will der an Zeit arme Konsument von heute nicht mehr.

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