Immer wieder stehen Bankkunden im Visier von Betrügern. Auch Schreiben der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) oder Anrufe des Kreditinstituts werden gefälscht. Eine Apotheke warnt vor einem neuen Schreiben, mit dem die Verifizierung der digitalen Bankzugänge gefordert wird.
Der Inhaber erhielt einen Brief, der auf den ersten von der Apobank stammte. Der Versuch sei gut gemacht, sagt er und will Kolleginnen und Kollegen vor einem Schaden schützen. „Natürlich fällt auf, dass keinerlei persönlicher Bezug wie Name oder Kontonummer vorhanden ist. Auch gehen bei mir solche echten Briefe an meine Privatanschrift. Dennoch qualitativ gut gemacht.“
In dem Schreiben heißt es, dass trotz mehrfacher Hinweise und schriftlicher Mitteilungen bislang keine abgeschlossene Verifizierung der digitalen Bankzugänge vorläge. „Bitte beachten Sie: Ohne diese verpflichtende Verifizierung wird der Zugang zu Ihrer Apobank-App, dem Online-Banking sowie der Apotan-Anwendung vollständig deaktiviert. Zahlungsaufträge – einschließlich Überweisungen, Lastschriften und Gutschriften – können in diesem Fall nicht mehr ausgeführt werden“, drohen die Betrüger.
Um an die Daten zu gelangen, sollen die Empfäger einen aufgedruckten QR-Code scannen. Dann werde man „automatisch zur gesicherten Verifizierungsseite weitergeleitet“, heißt es. „Die von Ihnen eingegebenen Informationen werden im Anschluss automatisiert verarbeitet und geprüft.“
Der Druck geht noch weiter: Es wird empfohlen, die Verifizierung zeitnah vorzunehmen, um eine Sperrung der digitalen Zugänge sowie Unterbrechungen im Zahlungsverkehr zu vermeiden. Unterschrieben ist der gefälschte Brief von Jens Hennesser, Leiter Kundenservice.
Um das Thema Phishing-Mails und gefälschte Lieferantenrechnungen, aber auch Deepfakes prominenter Heilberufler geht es im nächsten APOTHEKE LIVE teilen. Betroffene wie Dr. Eckart von Hirschhausen sowie Expertinnen und Experten aus den Apotheken ihre Erfahrungen aus der Frontlinie. Rechtsanwalt Dr. Morton Douglas und die Matthias Weidemann von der Treuhand Hannover zeigen konkrete rechtliche sowie betriebliche Abwehrmaßnahmen für Ihren Apothekenalltag auf. Am Montag ab 20 Uhr.