Pfizer: Hospira gegen Infliximab

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Berlin - Brüssel erlaubt Pfizer die Übernahme des Generikaherstellers Hospira. Damit der Konzern nach dem Zukauf nicht zu viel Marktmacht gewinnt, müssen aber die Rechte an bestimmten Medikamenten abgegeben werden. Hierzulande betroffen ist Infliximab. Hospira vertreibt bereits ein entsprechendes Biosimilar; Pfizer muss sein Entwicklungsprojekt verkaufen.

Pfizer hat laut EU-Kommission bereits zugesagt, sein in der Entwicklung befindliches Infliximab-Präparat abzugeben. Da Hospira als Lizenznehmer des koreanischen Herstelllers Celltrion ein Konkurrenzprodukt in Europa vermarktet, hatte die EU-Kommission befürchtet, Pfizer könnte nach der Übernahme die Entwicklung des eigenen Medikaments verzögern oder einstellen.

Mit den verbleibenden Anbietern wäre der Preiswettbewerb zu gering gewesen, argumentierte die Brüsseler Behörde. Celltrion vermarktet das Konkurrenzprodukt zu Remicade (Janssen) parallel mit Mundipharma; neben Pfizer hat nur noch Samsung Bioepis ein entsprechendes Produkt in der Entwicklung. Die Rechte zum Vertrieb außerhalb Europas behält Pfizer aber.

Weiterhin muss Pfizer Zulassungen und damit verbundene Rechte an bestimmten Wirkstoffen in einigen EU-Staaten oder auch in ganz Europa abgeben. Es geht um sterile Arzneimittel, die durch Injektion verabreicht werden. Betroffen sind Voriconazol im gesamten EWR sowie Carboplatin in Belgien, Cytarabin in Belgien, Italien, Portugal und Schweden, Epirubicin in Österreich, Belgien, Italien, den Niederlanden und Spanien sowie Irinotecan in Belgien, der Tschechischen Republik und Italien und Vancomycin in Irland.

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