Pfizer: OTC und Generika statt Tiere und Ernährung

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Berlin -

Der US-Pharmakonzern Pfizer will seine Unternehmensbereiche „Tiergesundheit“ und „Ernährung“ abgeben. Infolge einer Portfolioüberprüfung sei man zu dem Entschluss gekommen, die beiden Sparten entweder ganz oder teilweise zu veräußern, teilte der Konzern mit. Gleichzeitig gab Pfizer bekannt, neben dem Geschäft mit Originalpräparaten den OTC-Bereich zu stärken. Analysten zufolge könnte Pfizer bis zu 22 Milliarden US-Dollar erlösen.

Die am schnellsten wachsenden Segmente seien derzeit Altoriginale und Generika, so der Konzern. In Deutschland arbeitet Pfizer bereits an der Einführung dieses neuen Standbeins aus eigener Kraft. Im Bereich der OTC-Präparate fühlt sich Pfizer gut aufgestellt: Mit der Übernahme von Wyeth waren die Marken von Whitehall-Much (Vitasprint, Centrum, Caltrate, Baldriparan, Spalt, Thermacare) ins Produktportfolio von Pfizer gekommen und im vergangenen Jahr in die Consumer-Sparte integriert worden.

Bis zu zwei Jahre will sich Pfizer nun Zeit nehmen, um für die beiden zur Disposition gestellten Geschäftsbereiche einen Abnehmer zu finden. Die Investmentbanken Morgan Stanley und Centerview Partners sollen sich auf die Suche nach potenziellen Käufern machen.

Pfizer ist mit „Tiergesundheit“ eigenen Angaben zufolge weltweiter Marktführer. In mehr als 60 Ländern der Welt aktiv, konnte die Sparte im vergangenen Jahr rund 3,6 Milliarden Dollar umsetzen. Der Umsatz des Bereiches „Ernährung“ belief sich 2010 auf 1,9 Milliarden Dollar.

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