Minus 6,7 Prozent: Weniger Rezepte durch November-Lockdown

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Von Januar bis November gaben die Krankenkassen für Rx-Arzneimittel insgesamt knapp 37,2 Milliarden Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum 35,1 Milliarden Euro. Auf Basis der aktuellen Zahlen schätzt der aktuellen Zahlen schätzt der DAV die Gesamtausgaben für 2020 auf gut 40,5 Milliarden Euro, nach knapp 38,4 Milliarden im Vorjahr. Im Januar und Februar waren die Arzneimittelausgaben mit rund 5 Prozent gestiegen. Zu Beginn der Corona-Pandemie schnellten sie im März um 25 Prozent empor, um anschließend im April um 1,8 Prozent und im Mai um gut 5 Prozent zu sinken.

In den Zahlen sind die Einsparungen der GKV durch Rabattverträge nicht enthalten. Die Einsparvolumina werden quartalsweise von den Kassen gemeldet und vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht. Für das erste Halbjahr 2020 belaufen sich die Einsparungen aus Rabattverträgen gemäß den vorläufigen Rechnungsergebnissen auf 2,3 Milliarden Euro – das sind rund 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Abrechnungsdaten des insolventen Rechenzentrums AvP waren nicht Bestandteil der Stichprobe für die DAV-Frühinformation. Da die Mehrheit der betroffenen Apotheken seit September 2020 zu einem der fünf Apothekenrechenzentren der Stichprobe gewechselt ist, kann dies in einigen Regionen zu verzerrten Hochrechnungen führen, falls die durchschnittlichen Abrechnungskennzahlen dieser Apotheken erheblich vom bisherigen Durchschnitt ihrer neuen Rechenzentren abweichen. Hintergrundanalysen zeigen insgesamt jedoch keine großen Abweichungen.

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