Sorge vor ungeordnetem Brexit

Merck stockt Arzneilager auf

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„Langfristig wird das weltweite Datenvolumen noch weiter nach oben schießen, sagte er. „In der Chip-Herstellung sind die Grenzen der Miniaturisierung erreicht, neue Technologien sind gefragt.“ Mit der Übernahme von Versum, einem Hersteller von Spezialmaterialien und -geräten, sei Merck künftig in wichtigen Bereichen der Halbleiterproduktion unterwegs.

Bedenken, Merck habe den Milliarden-Deal zur Unzeit vereinbart, wies Oschmann entschieden zurück. Ab 2020 setzt er auf eine Erholung der zuletzt zurückgegangenen Halbleiterproduktion. „Wir haben bei Versum genau zur richtigen Zeit zugegriffen“, sagte er mit Blick auf das Übernahmeringen um Versum, in dem Merck den US-Konkurrenten Entegris ausgestochen hatte.

Nicht nur in der Spezialchemie-Sparte soll es bei Merck aufwärts gehen, auch das rasante Wachstum im Laborgeschäft solle anhalten. Der Konzern verdient gut an Technologien, die die aufwendige Herstellung von Biotech-Medikamenten vereinfachen. In der Pharma-Sparte will Merck ferner mit neuen Mitteln bis 2022 jährlich zwei Milliarden Euro Zusatz-Umsatz erzielen. Die Krebs-Immuntherapie Avelumab, ein Hoffnungsträger von Merck, stecke in vier weit fortgeschrittenen klinischen Studien, sagte Oschmann. „Neuigkeiten etwa bei der Indikation gegen Lungenkrebs sind 2020 zu erwarten.“

Nach dem Versum-Deal habe Merck vorerst keine großen Übernahmepläne mehr, betonte Oschmann. Merck hat in zehn Jahren 48 Milliarden Euro für Käufe und Verkäufe bewegt. Nun gehe es darum, die durch Übernahmen bedingte Verschuldung rasch wieder zu senken.

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