Dermanostic

Eucerin empfiehlt Hautärzt:innen-App

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Berlin -

Telemedizin hat mit der Pandemie einen neuen Schub erhalten. Auch der Kosmetikkonzern Beiersdorf unterstützt die digitalen Kontakte zwischen Ärzt:innen und Patient:innen. Der Eucerin-Hersteller verschenkt aktuell einen 10 Euro-Gutschein für ein Kennenlernen der Hautarzt-App Dermanostic. Das Unternehmen verspricht sich dadurch, eine jüngere Zielgruppe anzusprechen und in die Apotheke zu leiten.

Dermanostic wurde 2019 unter anderem von Ärzt:innen in Düsseldorf gegründet und beschäftigt heute 24 Mitarbeiter:innen. Das Unternehmen bietet Patient:innen nicht nur Informationen über ein Hautlexikon an, sondern stellt auch direkten Kontakt zu Mediziner:innen her. Ein Hautarzt kann per App konsultieret werden. Alle behandelnden Ärzte sind demnach in Deutschland zugelassene Fachärzte für Dermatologie.

Bei dem Angebot handele es sich um eine „Ergänzungsleistung zum persönlichen Arztbesuch“. Studien zeigten, dass die meisten Hauterkrankungen sogenannte Blickdiagnosen seien. Eine Ärzt:in könne mit wenigen Fragen und einem kurzen Blick auf die Hautveränderung bereits eine Diagnose stellen. Pro Fall werden 25 Euro fällig. Die meisten privaten Krankenkassen übernehmen Dermnaostic zufolge die Kosten, mit den gesetzlichen Krankenkassen sei man in Gesprächen. Mit dem Smartphone soll die betroffene Hautstelle fotografiert und verschickt werden.

Eine hautärztliche Diagnose soll innerhalb von 24 Stunden inklusive – wenn notwendig – Rezept vorliegen. Die Verordnung werde wahlweise per Post nach Hause oder per Fax an eine Wunschapotheke geschickt. „Im Falle des Fax-Versandes an die Apotheke schicken wir für Sie das Originalrezept postalisch an die Apotheke. In der Regel erhalten Sie somit das verschreibungspflichtige Medikament am nächsten Tag“, heißt es.

In einem Arztbrief gibt es demnach eine Therapieempfehlung. Hier kommt Eucerin ins Spiel. Mit der Kooperation soll die Marke noch intensiver bei Smartphone-Nutzern ankommen. „Die jüngere Zielgruppe für die Apotheken zu gewinnen, ist eine Kernaufgabe, vor der wir alle stehen. Durch die Kooperation mit Dermanostic möchten wir neue Zielgruppen ansprechen, vor allem die Jüngeren, um Dermokosmetik für sie relevant zu machen und sie in die Apotheken zu bringen“, sagt eine Sprecherin.

Das Thema Telemedizin sei im Kommen und gerade bei langen Wartezeiten in Arztpraxen eine Alternative, vor allem für die jüngere Generation schnell zu bedienen und „on demand“ Hautleiden erkennen und behandeln zu können. „Da wir durch unseren intensiven Austausch mit Dermatologen wissen, dass die Jüngeren potentiell sonst auch nicht zum Dermatologen gehen würden, sehen wir somit hier die Chance, eine komplett neue Zielgruppe zu erreichen und den Dermokosmetikmarkt auszuweiten.“

Die Daten werden laut Dermanostic ausschließlich auf Servern in Deutschland datenschutzkonform verarbeitet und gesichert sind. Persönlichen Daten würden pseudonymisiert und separat verschlüsselt gespeichert.

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