EU-Förderung

Corona-Impfstoff: 100 Millionen Euro für Biontech

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Berlin -

Das deutsche Biopharma-Unternehmen Biontech bekommt für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Lungenerkrankung Covid-19 bis zu 100 Millionen Euro von der Europäische Investitionsbank (EIB). 

Biontech werde den Kredit unter anderem zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten verwenden, um den Impfstoff im Fall einer erfolgreichen Testphase schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit.

Biontech hat nach Angaben der Brüsseler Behörde als erstes europäisches Unternehmen mit der klinischen Prüfung eines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Im April startete die erste klinische Studie in Deutschland, gefolgt von einer weiteren klinischen Studie in den Vereinigten Staaten Anfang Mai. Mit vier parallel getesteten Impfstoffkandidaten gehöre das Programm von Biontech zu den umfangreichsten weltweit, hieß es am Donnerstag. Das Mainzer Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben aus dem vergangenen Monat für Ende Juni oder Juli erste klinische Daten zu den Impfstoff-Tests.

Biontech arbeitet eigentlich an individualisierten, auf einzelne Patienten zugeschnittenen Immuntherapien gegen Krebs und hat mit seinen Forschungen in der Biotech-Branche Aufsehen erregt. Die Firma entstand 2008 in Mainz und hat mittlerweile mehr als 1100 Mitarbeiter weltweit. Im Herbst sammelte Biontech beim Börsengang in den USA 150 Millionen Dollar ein, weniger als zunächst geplant. Dennoch war Biontech laut Thomas Strüngmann einer der höchstbewerteten Börsenneulinge im Biotechbereich. Etwas mehr als 50 Prozent der Anteile liegen nach wie vor bei ihm, seinem Bruder und weiteren Mitgliedern der Familie. Jüngst verkündete Biontech die Übernahme des US-Krebsspezialisten Neon Therapeutics für 67 Millionen Dollar.

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