Pharmakonzerne

Bayer: Beruhigte Aktionäre & Programm 57+ dpa, 05.12.2018 14:25 Uhr

London - Nach dem freien Fall des Aktienkurses will Bayer seine Aktionäre mit der Aussicht auf steigende Gewinnbeteiligungen milde stimmen. Finanzvorstand Wolfgang Nickl stellte bei einem Kapitalmarkttag in London weitere Dividendenerhöhungen sowie mögliche Aktienrückkäufe in Aussicht. Zudem soll die Nettoverschuldung bis 2022 auf etwa 26 bis 28 Milliarden Euro sinken. Das wären bis zu 10 Milliarden Euro weniger, als für 2019 geplant sind. Die Verschuldung des Dax-Konzerns ist vor allem wegen der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto stark gestiegen.

Bayer will sein mittelfristiges Schuldenziel sowie die geplanten Ausschüttungen an die Aktionäre durch ein wieder schnelleres Wachstum und eine höhere Rentabilität erreichen. Es soll also ein größerer Anteil des Umsatzes als Gewinn beim Unternehmen hängen bleiben. Im Zuge dessen soll der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) sich bis 2022 auf rund 8 Milliarden Euro nahezu verdoppeln.

„Diese Mittel wollen wir ebenso wie die Erlöse aus den angekündigten Portfoliomaßnahmen unter anderem dafür einsetzen, weiter die Dividende zu erhöhen und die Nettofinanzverschuldung zu reduzieren“, sagte Finanzvorstand Wolfgang Nickl. „Darüber hinaus prüfen wir die Option, einen erheblichen Teil der Erlöse für Aktienrückkäufe einzusetzen.“ So will sich Bayer vom Geschäft mit Tiergesundheit sowie in der Sparte für rezeptfreie Medikamente von bestimmten Haut- und Fußpflegeprodukten trennen.

Bereits Ende November hatten die Leverkusener den Verkauf des Geschäfts mit Tiergesundheit sowie der 60-prozentigen Beteiligung am deutschen Chemiestandort-Dienstleister Currenta angekündigt. Zudem stehen im zuletzt trägen Geschäft mit rezeptfreien Medikamente die erst vor wenigen Jahren vom US-Konzern Merck teuer gekauften Bereiche Sonnenschutz mit der Marke Coppertone und Fußpflege mit der Marke Dr. Scholl's zur Disposition.

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