Apothekenkooperationen

Lila Bär sagt Guten Tag

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Berlin -

Bären-Apotheke ist als Name sehr beliebt. Künftig werden es Pharmazeuten jedoch schwer haben, unter dieser Marke aktiv zu werden. Denn Peter Eiberger hat sich die Rechte an dem Namen sichern lassen. Der frühere Geschäftsführer der Apothekenkooperation Elac Elysée (Guten-Tag-Apotheken) hat sich gemeinsam mit seiner Frau Heidi für einen eigenen Verbund im Verbund entschieden.

Neben der Farbe Lila ist die Tatze das Symbol der Bären-Kooperation. Die erste Apotheke von Heidi Eiberger wurde 1993 in Selm geöffnet. Die drei Filialen folgten in Selm, Datteln und Herten. 2007 habe ein anderer Apotheker nach dem Konzept gefragt, sagt Eiberger. Daraus sei die Idee einer eigenen Kooperation entstanden.

Heute gehören dem Verbund 17 Partnerapotheken an, die sich auf den Großraum Westfalen verteilen, 25 sollen es in diesem Jahr werden. Die Kooperation führt Eiberger über seine Firma BP Apo Consulting. Die Mitglieder verpflichteten sich, Werbung, Angebote zur Verkaufsförderung sowie die Marke zu übernehmen. „Der lila Bär als Testimonial ist Pflicht“, so Eiberger.

Das Marketing-Konzept geht auf Heidi Eiberger zurück. Seit fünf Jahren kümmert sie sich um die Partnerapotheken oder bildet Filialleiter aus. Man kennt sich unter den Bären: Auch Standorte werden für die Partner gesucht und auf ihre Tauglichkeit analysiert. „Wir bieten unseren eigenen Führungskräften Flächen an“, so Eiberger. Den Mietvertrag schließt aber der Apothekeninhaber selbst ab.

Der kleinere Verbund bietet Vorteile: Er lässt sich enger führen und steuern. Zwar sind Angebote wie zur Buchhaltung, Personalplanung oder Abrechnung keine Pflicht, erleichtern aber laut Eiberger die Leitung des Betriebs. Auch von den Vorzügen der großen Elac wird profitiert: 13 Bären-Apotheken werden unter dem Dach der Guten-Tag-Apotheke geführt und nutzen Liefervorteile. Auch die Eigenmarken aus dem OTC- und Kosmetikbereich werden verkauft.

Eiberger war bis Juni für Elac tätig. Fünf Jahre hatte er die Guten-Tag-Apotheken mitgeführt. Das Geschäft mit den Bären-Apotheken sei so groß geworden, dass es nicht mehr nur nebenher gegangen sei, sagt er. „Ich war gerne bei Elac und bin ihr als Mitglied mit den Apotheken meiner Frau weiterhin verbunden.“

Mit den Bären ist Eiberger seit Ende vergangenen Jahres Mitglied im Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK). Entscheidet sich ein Inhaber für die Kooperation, werden einmalig 3000 Euro Aufnahmegebühr fällig. Pro Monat müssen die Partner 1000 Euro zahlen.

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