Berlin -

Der Frankfurter Großhändler Anzag legt möglicherweise bald seinen Namen ab. Gerüchten aus dem Unternehmen zufolge wünscht sich der neue Eigner Alliance Boots aus Großbritannien eine Umbenennung. Ein Anzag-Sprecher bestätigte auf Nachfrage, dass dies „eine denkbare Option“ sei. Über das Thema werde in Frankfurt nachgedacht, eine Entscheidung gebe es aber nicht.

In anderen europäischen Ländern firmieren die Großhändler des Konzerns als Alliance Healthcare. Ob dieser Name auch für die Anzag vorgesehen ist, ist derzeit noch unklar. Zimperlich mit Traditionsnamen sind die Briten nicht: Erst vor wenigen Jahren waren beispielsweise die britische Unichem und die norwegische Holtung umgetauft worden.

Fest steht, dass eine Namensänderung nach deutschem Aktienrecht von der Hauptversammlung der Anzag beschlossen werden müsste. Die entsprechenden Vorschläge könnten aber natürlich vom britischen Eigentümer kommen. Auf jeden Fall würde eine Umbenennung – sollte sie überhaupt stattfinden – nicht kurzfristig vonstatten gehen, sagte der Sprecher.

Die Anzag wurde als Unternehmen im Jahr 1841 von Johann Matthias Andreae in Frankfurt gegründet. Im Jahr 1923 folgte die Fusion mit der Noris Zahn & Cie GmbH aus Nürnberg zur heutigen Andreae-Noris Zahn AG (Anzag). Im Oktober 2010 hatte Alliance Boots die Aktienpakete der Großhändler Celesio, Phoenix und Sanacorp übernommen und ist mit rund 80 Prozent heute Mehrheitsaktionär.

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