Sparprogramm bei Pharmakonzern

1,5 Milliarden Euro: Bayer will noch mehr sparen APOTHEKE ADHOC/dpa, 30.09.2020 20:40 Uhr

Berlin - Bayer will noch mehr sparen. Ab 2024 sollen zusätzlich mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr an Kosten wegfallen, teilte der Dax-Konzern am Mittwochabend mit. Dies sei nötig, um in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld bestehen zu können. Zum Ausmaß möglicher weiterer Stellenstreichungen äußerste sich der Konzern nicht.

Diese Einsparungen sollten zusätzlich zu den jährlichen Ergebnisbeiträgen ab 2022 in Höhe von 2,6 Milliarden Euro erreicht werden, die im November 2018 angekündigt worden waren. Das Geld sei für weitere Investitionen in Innovation und profitable Wachstumschancen sowie zum Schuldenabbau vorgesehen.

„Trotz des schwierigen Marktumfelds ist der dringende Bedarf an innovativer Gesundheitsversorgung und landwirtschaftlichen Lösungen nie so deutlich geworden. Unsere Strategie, führende Geschäfte in den Life Sciences auszubauen, setzen wir weiter um“, sagte Vorstandschef Werner Baumann. „Wir sind überzeugt, dass die zusätzlichen Maßnahmen notwendig sind, um die Transformation unseres Unternehmens zu beschleunigen, Margenverbesserungen zu erzielen und so unser Wettbewerbsprofil zu erhalten. Sie werden dazu beitragen, die Auswirkungen von Covid-19 auf unser Geschäft zu minimieren. Wir müssen unsere Kostenstrukturen an die veränderten Marktbedingungen anpassen und gleichzeitig Mittel für weitere Investitionen in Innovation und Wachstum bereitstellen.“

Die Einsparmaßnahmen können laut Konzern auch zu einem weiteren Arbeitsplatzabbau führen, dies werde derzeit im Detail erarbeitet und befinde sich noch in einem frühen Stadium. „Sie werden mit den jeweiligen Gremien im Unternehmen – einschließlich den Arbeitnehmervertretern – erörtert und bekannt gegeben, sobald sie finalisiert sind. Bayer wird die geplanten Maßnahmen fair und verantwortungsvoll umsetzen.“ Die Gesamtbetriebsvereinbarung „Zukunftssicherung Bayer 2025“ bleibe bestehen – und damit auch der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen im Personalverbund in Deutschland bis Ende 2025. 2018 hatte Bayer angekündigt, bis zu 12.000 Stellen zu streichen, und in der Folge beispielsweise die Veterinärsparte verkauft.

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