Shigellose: Gefährlicher Reisedurchfall

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Berlin - Die Shigellose zählt zu den Infektionskrankheiten: Ausgelöst wird sie durch das gramnegative Bakterium Shigella. Besonders häufig werden solche Infektionen im Ausland erworben, meist in Gebieten mit niedrigen Hygienestandards und mangelnder Abwasserversorgung.

Der Übertragungsweg der Shigellen erfolgt fäkal-oral von Mensch zu Mensch: Die Erreger werden über den Stuhl ausgeschieden und gelangen über die Hände in den Mund. Betroffene sind meist zwischen einer und vier Wochen ansteckend: Denn auch wenn keine Symptome mehr auftreten, werden die Erreger noch weiter über den Stuhl ausgeschieden und stellen für andere eine Infektionsquelle dar. Meist wird die Infektion über direkten Kontakt wie Hände schütteln übertragen, aber auch eine Ansteckung über verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel ist möglich.

Shigellen gehören zur Familie der Enterobakterien, sie werden in vier verschiedene Untergruppen eingeteilt – alle lösen jedoch schwere Durchfallerkrankungen aus. Sie sind damit für rund fünf bis zehn Prozent der akuten Reisedurchfälle verantwortlich. Besonders betroffen sind Entwicklungsländer, tropische und subtropische Gebiete, aber auch in Kriegszeiten kam es aufgrund der mangelnden Hygienesituation immer wieder zu Epidemien. Eine Shigellose geht mit Magen-Darm-Beschwerden einher. Der Verlauf der Erkrankung lässt sich in vier Stadien einteilen: Die Inkubationszeit beträgt in der Regel etwa vier Tage und ist damit – im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten, die ähnliche Beschwerden verursachen – relativ lang.

Die ersten Symptome sind dann meist Durchfälle, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfe und Fieber. Ausgelöst werden die Beschwerden durch Giftstoffe – die sogenannten „Endotoxine“ – die von den Bakterien produziert werden. Sie führen zu einer entzündlichen Reizung der Darmwand – in schweren Fällen kommt es dadurch zu wässrigen, blutig-schleimigen Durchfällen. Die Erkrankung ist aufgrund der Symptomatik durch einen massiven Flüssigkeitsverlust gekennzeichnet. Dieser kann schließlich zu Austrocknung, Nierenversagen, Krampfanfällen und Koma führen.

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