Ballaststoffe: Essenziell für die Verdauung

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Berlin - Der Begriff „Ballaststoff“ vermittelt eigentlich ein falsches Bild – denn sie sind alles andere als überschüssig oder unnötig. Im Gegenteil: Der Körper ist auf die Zufuhr von Ballaststoffen angewiesen, da sie wichtig für die Verdauung sind. Ohne eine entsprechende Aufnahme kann es zu Beschwerden und Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt kommen.

Chemisch gesehen bestehen Ballaststoffe aus langen Zuckerketten – damit gehören sie zu den Mehrfachzuckern. Auf ihrem Weg durch den Verdauungstrakt werden sie jedoch nicht enzymatisch gespalten und somit nicht vom Körper verwertet. Stattdessen binden sie Wasser und dienen als Quellstoff.

Sattmacher und Füllstoff

Auf diese Weise tragen sie dazu bei, ein Sättigungsgefühl zu erzeugen und den Darm zu füllen. Dadurch wird die Peristaltik angeregt und der Nahrungsbrei weiterbefördert. Die Ballaststoffe selbst werden nur geringfügig verdaut. Einige werden von den Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren und Gasen abgebaut. Dadurch nimmt das Stuhlvolumen zu und der Kot wird weicher.

Natürlicherweise kommen Ballaststoffe in pflanzlicher Nahrung vor, denn sie stellen das Stützgerüst der Pflanzen dar. Es wird zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Ballaststoffen unterschieden. Am besten wird auf eine gesunde Mischung gesetzt. Wasserlösliche Ballaststoffe wie Pektine, Inulin oder Oligofruktose finden sich vor allem in Obst und Gemüse, wasserunlösliche Ballaststoffe wie Zellulose in Getreide, Kleie, Hülsenfrüchten und geschroteten Samen.

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