EllaOne: Kampagne auf Clubtoiletten

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Berlin -

In der Schweiz sorgt eine Kampagne von HRA Pharma für Schlagzeilen. Noch bis Ende Januar wirbt der Hersteller für sein Notfallkontrazeptivum EllaOne (Ulipristal) auf den Toiletten von rund 40 Clubs in Zürich und Winterthur. Das sorgte für heftige Kritik, erregt aber auch viel Aufmerksamkeit.

Seit knapp einem Jahr ist EllaOne in der Schweiz als einziges Notfallkontrazeptivum ohne Rezept erhältlich. Nun ist der Hersteller wegen der Werbung für die Pille danach, die eine Schwangerschaft bis zu fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr verhindern kann, in die Kritik geraten. Seit einem Monat wirbt das Unternehmen auf den Toiletten in Nachtclubs mit einem Quiz zum Thema Sex und Notfallverhütung und einem Verweis auf die Website von EllaOne. Und das offenbar mit großem Erfolg.

Mit der Aktion habe man eine „extrem hohe Aufmerksamkeit“ erregt, sagt der Chef der verantwortlichen Werbeagentur Face, Dan Furrer. Sein Unternehmen vermittelt an interessierte Unternehmen Werbeflächen unter anderem auf den Toiletten in der Gastronomie und in Clubs. Für HRA Pharma wurden violette Plakate aufgehängt, unter denen sich ein Fach mit Informationsbroschüren befindet.

Laut Furrer werden fast zwei Drittel der Broschüren tatsächlich mitgenommen. „Das ist phänomenal, vor allem angesichts der relativ kurzen Laufzeit der Kampagne von nur einem Monat.“ Normalerweise sei eine Resonanz von 4 bis 5 Prozent ein Grund zur Freude. Die Zahl der Visits auf der Webseite von EllaOne sei ebenfalls „explodiert“. Das Thema Notfallverhütung scheine also junge Frauen intensiv zu beschäftigten, sagt der Werbefachmann.

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