Impfstoff zerstört: Klinikapotheker festgenommen

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Berlin - Ein ehemaliger Mitarbeiter einer Krankenhausapotheke im US-Bundesstaat Wisconsin ist festgenommen worden, weil er rund 570 Dosen eines Coronavirus-Impfstoffes ruiniert haben soll.

Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass der Verdächtige den Impfstoff von Moderna vorsätzlich aus der Kühlung genommen und über Nacht stehen gelassen habe, erklärte die Polizei in Grafton am Donnerstag. Der Mann habe zugegeben, dass er gewusst habe, dass die Impfdosen damit unbrauchbar wurden.

Der Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits am 26. Dezember. Von dem unwirksamen Impfstoff seien noch 57 Dosen verabreicht worden, was nach Angaben des Krankenhauses aber keine direkte Gefahr für die Betroffenen bedeute. Dann hätten die Mitarbeiter des Aurora Medical Centers bemerkt, dass der Impfstoff nicht mehr wirksam sein könne. Der Wert der zerstörten Impfstoffe wird auf rund 8000 bis 11.000 US-Dollar geschätzt. Das Motiv für die Tat war zunächst unklar.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, wurde der Apotheker entlassen, Anklage aber bisher nicht erhoben. Ermittelt werden wegen des Verdachts auf vorsätzliche Gefährdung anderer und Verfälschung eines verschreibungspflichtigen Medikaments.

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