Ausbildung

Ägypter träumt von deutscher Approbation Carolin Bauer, 26.05.2018 09:12 Uhr

Berlin - Eine deutsche Apotheke hat Mohamed Salama noch nie betreten. Dennoch will der junge Pharmazeut aus Ägypten hierzulande Fuß fassen. Der 27-Jährige will eine deutsche Approbation. Dafür lernt er derzeit fleißig deutsch. Auch wenn er seine Heimat vermissen wird, hofft er auf ein Praktikum in Deutschland.

Salama lebt in Mansurah im Norden Ägyptens. Vor zehn Jahren begann er sein Pharmaziestudium in der Stadt am Nil. „Ich hatte immer eine große Leidenschaft für Pharmazie“, sagt er. Bereits als Kind war er an „den Geheimnissen der Medikamente“ interessiert. „Ich wollte wissen, wie sie wirklich wirken.“ 2014 schloss er das Studium ab, erhielt die Arbeitserlaubnis und wechselte in die Offizin.

Die Arbeit in einer ägyptischen Apotheke sei etwas chaotisch. „Ich habe große Hoffnung, dass die ägyptischen Apotheker das ändern werden.“ 2016 wechselte Salama in das Gesundheitsministerium. Die Behörde suchte für die hauseigene Apotheke einen Pharmazeuten. „Ich habe mich beworben und wurde für die Stelle akzeptiert.“ Seitdem kümmert sich der Apotheker vor allem um sozial Schwache.

„Hier achten und erfüllen wir den Bedarf von armen Menschen“, sagt er. Mit seinen zwei Kollegen versorgt er die Kunden mit Medikamenten. Auch die Beratung bei Krankheiten spiele eine große Rolle. „Die Arbeit mit mir viel Spaß, weil ich Menschen helfe.“ An seinem Beruf gefällt ihm am besten, Neues zu lernen. „Dabei fühle ich mich am wohlsten.“ Das sei auch ein Grund, weshalb er nach Deutschland wolle. Auch wenn Salama nie zuvor hier war, interessiert er sich für die Kultur und die Arbeit in einer Apotheke. „Ich möchte meine Kenntnisse immer erweitern.“

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