Gesund.de: 2500 Apotheken und 700 Sanitätshäuser

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Berlin - Auf der Plattform Gesund.de sollen sich nicht nur Apotheken vernetzen. Mit der Sanitätshaus Aktuell AG (Sani Aktuell) wurde jetzt der erste Partner aus dem Hilfsmittelsektor gewonnen.

Sani Aktuell wurde 1982 gegründet. Zur Gruppe gehören nach Unternehemnsangaben mehr als 480 Franchisepartner an mehr als 700 Standorten: Sanitätshausbedarf, Orthopädietechnik, Rehabilitationstechnik und Homecare. Anfang 2020 erfolgte die Übernahme des Reha-Service-Rings mit weiteren rund 330 Reha- und Sanitätsfachbetrieben an rund 1200 Standorten. Für die Franchisepartner organisiert Sani Aktuell Einkauf, Vertrieb, Vertragsmanagement, Marketing und weitere Dienstleistungen.

Die Sanitätshäuser fungieren laut dem Sani Aktuell-Vorstandsvorsitzenden Ben Bake als Verbindung zwischen klinischer und ambulanter Versorgung. „Diese Vernetzung wird durch eine zentrale Gesundheitsplattform mit Leistungserbringern aus den verschiedenen Bereichen fortgesetzt – am Ende profitieren davon vor allem die Patienten durch kürzere Wege und mehr Orientierung in einem komplexen Markt“, so Bake. Mit dem Anschluss an Gesund.de will Sani Aktuell die eigene Digitalstrategie stärken. Patient:innen und Kund:innen sollen so schnell und einfach den richtigen Leistungserbringer finden.

Der neue Gesund.de-Geschäftsführer Dr. Peter Schreiner betont, dass die Plattform für alle Anbieter aus der Gesundheitsbranche offen ist. „Wir werden die Planungen zu einer optimalen Gesundheitsversorgung von Patienten mit einem Bedarf an Hilfsmitteln vertiefen und gemeinsam vorantreiben“, so Schreiner.

Nach Angaben der Plattformbetreiber haben sich bislang 2500 Apotheken Gesund.de angeschlossen. Wer noch die bisherigen Angebote „Call my Apo“ (Noventi) oder „deine Apotheke“ (Phoenix) nutzt, muss sich bald für einen Umzug entscheiden. Spätestens Ende des Jahres werden die Apps gelöscht. Zum schnellen Wechsel werden die Apotheken mit Sonderkonditionen gelockt. Da der eigentliche Wert der Plattform mit der Einführung des E-Rezepts entsteht, sind die ersten Monate kostenlos. Allerdings wird die elektronische Verordnung bundesweit erst 2022 eingeführt, weshalb nicht alle Apotheken aktuell einen Nutzen in der Plattform sehen.

 

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