Gematik stellt klar: Versender sind dabei

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Berlin -

Gematik, Berliner Apotheker-Verein (BAV) und Apothekerverband Brandenburg (AVB) suchen Apotheken, die sich am E-Rezept-Start beteiligen wollen. Wer mitmachen will, kann sich jetzt bewerben. Das gilt auch für Versender, wie die Gematik jetzt offiziell bestätigt.

Bis zu 120 Apotheken wollen Gematik, BAV und AVB für den E-Rezept-Testlauf ab 1. Juli rekrutieren. Hinzu sollen bis zu 50 Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Kliniken kommen. Ziel sei, das E-Rezept in der Versorgungspraxis von der Ausstellung bis zur Abrechnung zu testen und die Ergebnisse dann wissenschaftlich zu evaluieren. Die Phase soll an das bisherige Modellprojekt der Zukunftsregion Digitale Gesundheit (ZDG) anschließen, Teilnehmende des bisherigen Modellprojektes sind bevorzugte Partner – allerdings gibt es nur 51 von ihnen.

Weitere Apotheken und Praxen sollen deshalb durch das ZDG-Projekt in Abstimmung mit dem BAV, dem AVB, dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und den jeweiligen Softwareanbietern gezielt angesprochen werden. Umgekehrt können sich Interessenten auch auf die Teilnahme bewerben. Ab Juni sei das über die Website der Gematik möglich und gebe den Teilnehmern die Chance, bereits im dritten Quartal Erfahrungen mit dem E-Rezept zu sammeln und Feedback zu geben. „Von der Testphase versprechen wir uns – ähnlich wie bei der elektronischen Patientenakte – praktische Erkenntnisse beim Zusammenspiel aller Komponenten. Sowohl aus technischer Sicht, als auch was die Prozessabläufe in Apotheken und Praxen betrifft. Damit bereiten wir die breite, bundesweite Einführung bestmöglich vor“, erklärt Hannes Neumann, Produktmanager E-Rezept bei der Gematik.

Teilnehmen könne im Prinzip jede Apotheke oder Praxis in der Region. „Grundsätzlich besteht für alle interessierten Ärzt:innen und Apotheker:innen in Berlin-Brandenburg, Ärzt:innen, die Videosprechstunden anbieten und Versandapotheken die Möglichkeit, E-Rezepte ab Juli auszustellen beziehungsweise entgegenzunehmen – sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen“, so die Gematik. Zu denen gehören vor allem der Anschluss an die Telematikinfrastruktur, der elektronische Heilberufsausweis und die nötigen Updates des Primärsystems zur Verwendung des E-Rezeptes.

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