Steckbrief: Covid-19 Vaccine Janssen

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Berlin - Am 11. März hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) grünes Licht für den Vektorviren-Impfstoff von Janssen gegeben. Mitte April sollen dann die ersten Lieferungen der insgesamt über 36 Millionen geplanten Impfdosen für Deutschland eintreffen. Zu Beginn rechnet der Bund mit rund 250.000 Impfdosen. In einigen Punkten unterscheidet sich der Impfstoff von der Vakzine von AstraZeneca. Ein Blick in die Fachinformation.

Ein Vial Covid-19 Vaccine Janssen enthält fünf Impfdosen à 0,5 ml. Der Überschuss im Vial ist zu verwerfen. Die Flüssigkeit wird vom Hersteller als farblos bis gelblich und stark opaleszierend beschrieben.

Lagerung und Verwendbarkeitsfristen

Gelagert wird der Impfstoff bei -25 bis -15 °C. Für diesen Temperaturbereich gilt das aufgedruckte Verfalldatum. Bei Kühlschranktemperaturen ist der Inhalt bis zu drei Monate haltbar. Durch die Änderung der Lagerbedingungen muss das ursprüngliche Verfalldatum unkenntlich gemacht werden. Das aktualisierte Verfalldatum ist auf dem Umkarton zu notieren. Ist keine Umverpackung vorhanden, sollte das Datum direkt auf der Durchstechflasche notiert werden. Je nachdem, wie viele Vials nebeneinander aufgetaut werden müssen, dauert der Prozess unterschiedlich lange.

Ein Karton mit zehn Vials benötigt bei Kühlschranktemperaturen zwölf Stunden zum Auftauen. Eine einzelne Flasche benötigt zwei Stunden. Bei Raumtemperatur sind zehn Vials binnen zwei Stunden, eine einzelne Flasche innerhalb einer Stunde aufgetaut. Wie bei allen Impfstoffen gilt: Nicht wieder einfrieren. Bei Temperaturen zwischen 9 und 25 Grad ist der Vektorimpfstoff zwölf Stunden stabil. Für den Umgang gilt wie bei allen Vakzinen Vorsicht. Sowohl beim Transport, der Umlagerung und der Herstellung sollen die Durchstechflaschen nie starken Erschütterungen ausgesetzt sein.

Nach dem ersten Anbruch ändern sich die Lagerungszeiten. So kann die Durchstechflasche nach der Entnahme der ersten Dosis weitere sechs Stunden im Kühlschrank gelagert werden. Bei Raumtemperatur verringert sich die Dauer auf drei Stunden. Janssen empfiehlt daher die Dokumentation der Uhrzeit der ersten Entnahme auf dem Vial. „Vorzugsweise nach dem ersten Anbruch verbrauchen“, empfiehlt die Fachinformation.

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