Sanofi-Impfstoff: Weitere Daten bis Jahresende

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Berlin -

Der französische Pharmakonzern Sanofi hinkt mit seinem Corona-Impfstoff derzeit der Konkurrenz hinterher. „Wir erwarten weitere Daten bis Jahresende“, sagte Finanzchef Jean-Baptiste de Chatillon am Donnerstag in Paris während einer Telefonkonferenz anlässlich des Quartalsberichts.

Damit könnten sich womöglich auch Hoffnungen auf eine Verfügbarkeit des Vakzins bis Dezember zerschlagen – der Manager ließ die Frage nach einer Zulassung noch in diesem Jahr offen. Genauere Informationen soll es dann aber voraussichtlich Anfang Dezember geben.

Sanofi arbeitet schon seit längerem gemeinsam mit dem britischen Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) an einer proteinbasierten Impfung gegen Covid-19, zu der die entscheidende Phase-III-Studie läuft. Dagegen war der Konzern im Sommer aus der Forschung an einem mRNA-Impfstoff ausgestiegen, mit Verweis auf den zu großen Vorsprung der Konkurrenz von Biontech/Pfizer und Moderna. Das Thema ist damit für Sanofi aber grundsätzlich nicht vom Tisch: Inzwischen haben die Franzosen den ausgewiesenen mRNA-Spezialisten Translate Bio übernommen und wollen auf Basis der Technologie weiter forschen.

Sanofi hebt Jahresziele

Die Geschäfte von Sanofi immer stärker in Schwung. Das dritte Quartal fiel erneut besser aus als vom Markt gedacht, und das Management hebt seine Jahresziele ein weiteres Mal an. Konzernchef Paul Hudson sprach laut Mitteilung vom Donnerstag von „herausragenden“ Resultaten. Zwischen Juli und September setzten die Franzosen rund 10,4 Milliarden Euro um. Das waren 10 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Wachstumstreiber blieb das Neurodermitis-Medikament Dupixent, aber auch verschreibungsfreie Medikamente und das Impfgeschäft zogen deutlich an. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis stieg um 19 Prozent auf mehr als 2,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich betrug der Gewinn gut 2,3 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr ist nun unter Ausklammerung von Wechselkurseffekten ein Anstieg beim bereinigten Gewinn je Aktie von rund 14 Prozent angepeilt. Zuvor waren rund 12 Prozent vorgesehen.

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