Neue OTC-Chefin für Sanofi

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Berlin - Sanofi hat eine neue Deutschlandchefin für das OTC-Geschäft: Theresa von Fugler übernimmt den Posten von Sven Langeneckert, der den Konzern verlassen hat. Sie kommt vom Kindermode-Label Petit Bateau.

Schon 2014 kürte die Wirtschaftswoche von Fugler als eine der „Chefinnen der Zukunft“. Geboren in Frankfurt, studierte sie nach dem Abitur in London Biologie, ihren PhD machte sie in Biochemie. Von 2003 bis 2011 arbeitete sie für Schwarzkopf & Henkel, danach war sie bei L‘Oréal als Brand Director für den Bereich Professional Nail & Skin Care mit den Marken Carita, Decléor und Essie verantwortlich. 2016 übernahm sie für Petit Bateau die Leitung des Geschäfts in Zentraleuropa (DACH, Benelux). Hier betreute sie einerseits das Versandgeschäft, andererseits den Verkauf in rund 60 eigenen und Partnerfilialen.

Langeneckert hatte das OTC-Geschäft von Sanofi seit 2019 geleitet; kurz nach seinem Antritt hatte der Konzern das Modellprojekt mit Curacado gestartet. Seitdem war es ruhig geworden. Langeneckert war vom Kaffeehersteller Jacobs Douwe Egberts (JDE) gekommen und hatte zuvor für Carlsberg, Danone und Procter & Gamble gearbeitet. Aus einer Apothekerfamilie stammend, hatte er seine Karriere bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in Frankfurt begonnen.

Mit einem Umsatz von rund 250 Millionen Euro gehört Sanofi laut Insight Health zu den führenden OTC-Herstellern in deutschen Apotheken (Apothekenverkaufspreise, AVP). Allerdings hat der Konzern zuletzt mehrere Marken verkauft: 2019 gingen Boxagrippal und Heumann-Tee an Angelini. Aktuell werden Silomat, Sedotussin, Viscontour, Bronchoforton und Frubiase an Stada übergeben.

Die Sparte geht zu einem großen Teil auf das traditionsreiche OTC-Geschäft von Boehringer Ingelheim zurück, das 2016 im Rahmen eines Spartentauschs an Sanofi gegangen war: Der französische Konzern hatte im Gegenzug seine Veterinärsparte Merial abgegeben. Weltweit ist Sanofi mit einem Anteil von rund 4 Prozent die Nummer 3 im OTC-Markt hinter Bayer und GlaxoSmithKline und vor Johnson & Johnson und Reckitt Benckiser. Der Konzern hatte den Geschäftsbereich zur Disposition gestellt, um sich auf Wachstumsmärkte wie Onkologie zu fokussieren. Andererseits lieferte das Geschäft solide Erträge – zumindest bis zum Beginn der Corona-Krise.

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