Restimpfstoff-Verwurf: Arzt startet Petition

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Berlin - Der Corona-Impfstoff ist nach wie vor ein kostbares Gut. Viele wollen sich impfen lassen, aber nur wenige kommen dran. Dass in einer solchen Situation Impfreste entsorgt werden, findet ein schwäbischer Impfarzt völlig unverständlich.

„Aber da wird ein Chip...... NEIN!“ – Ein Info-Zettel über die Corona-Impfung machte den schwäbischen Allgemeinarzt Christian Kröner vor wenigen Wochen bundesweit bekannt – wohl auch, weil der Mediziner teilweise mit solch saloppen Bemerkungen Verschwörungsmythen abkanzelte. Nun kämpft der Hausarzt aus Neu-Ulm gegen das Wegwerfen von Impfresten. Seiner Meinung nach hätten schon Hunderttausende zusätzlich geimpft werden können, wenn die Ampullen vollständig geleert werden.

Mit einer Petition will er erreichen, dass die bisherige Impfpraxis geändert wird. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass fast immer eine Dosis weggeworfen werde, sagt Kröner. Aber bislang dürften die Reste aus den Arzneimittelfläschchen von den Impfzentren nicht verwendet werden.

Während die Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen und Hessen bereits mitgeteilt haben, dass die Ampullen ganz geleert werden dürfen, verweisen die Ministerien in Bayern und Baden-Württemberg auf die europaweite Zulassung. In Einzelfällen können aber auch in diesen beiden Bundesländern die Impfärzte eine zusätzliche Dosis des begehrten Impfmittels aufziehen, wie die Behörden mitteilten.

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