Entnahme der siebten Dosis

Restimpfstoff-Verwurf: Arzt startet Petition

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In Hessen und Nordrhein-Westfalen hatten die Landesregierungen bereits offen kommuniziert, dass sie nicht dagegen haben, wenn die Mediziner eine mögliche siebte Dosis aus den Impfstoff-Fläschchen entnehmen. Und auch im Süden der Republik gibt es Raum für pragmatische Lösungen. Die Ministerien in Stuttgart und München wollen die Biotech-Ampullen zwar nicht grundsätzlich für eine siebte Impfung freigeben. Sie orientieren sich an der offiziellen Zulassung, die sechs Dosen vorsieht. Sie verweisen aber auf die handwerklichen Fertigkeiten des medizinischen Personals.

„Die Entscheidung, ob die siebte Dosis entnommen wird, sofern dies möglich ist, liegt bei den Verantwortlichen der Impfzentren“, erklärt Markus Jox vom Sozialministerium Baden-Württemberg. Auch Marcus da Gloria Martins vom bayerischen Gesundheitsministerium erklärt, dass die Ärzte vor Ort entscheiden müssten, ob sie in eigener Verantwortung eine siebte Spritze mit 0,3 Milliliter Impfstoff aufziehen können.

Kröner will mit seiner Petition erreichen, dass es eine verbindliche Vorgabe zur Nutzung des vollständigen Impfstoffes jeder Ampulle gibt. Dafür ist seiner Ansicht nach eine „ministeriale Erlaubnis zur Verwendung der siebten Dosis in den Impfzentren“ nötig. Klar ist bisher nur: Ein Zusammenschütten von Resten mehrerer Ampullen ist generell nicht zulässig. Dies betonen alle Gesundheitsbehörden.

 

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