Impfzentrum: Nur mit Code zur Terminvergabe

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Berlin - Apothekenmitarbeiter gehören zu den Gruppen, die priorisiert gegen Sars-CoV2 geimpft werden sollen – das hält ein Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) für eine Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) fest. Auch zur Art der Terminvergabe werden Regelungen getroffen. Risikogruppen müssen demnach schriftlich belegen, dass sie priorisiert geimpft werden sollen. Der Arzt bekommt für die Ausstellung des Zeugnisses 5 Euro.

Wer tatsächlich zu den Personengruppen gehört, die vorrangig geimpft werden sollen, steht noch nicht abschließend fest. Der Referentenentwurf zur Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) weist an mehreren Stellen immer wieder auf die noch ausstehende Stellungnahme der Ständigen Impfkommission (Stiko) hin. Generell heißt es, dass „alle Versicherten der GKV und andere Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, unabhängig von ihrem Krankenversicherungsstatus, einen Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus“ haben.

Priorisiert geimpft werden sollen:

  • Personen, die aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben.
  • Personen, die oben genannte Personen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Personengruppen die in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge arbeiten.
  • Personengruppen die für die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Funktionen eine Schlüsselstellung besitzen.

Zum Nachweis einer der oben genannten Priorisierungsgründe fordert die CoronaImpfV ein schriftliches Dokument. Wird eine der oben aufgeführten Tätigkeiten ausgeübt, kann der Arbeitgeber einen solchen Nachweis schriftlich zeitnah vor der Impfung ausstellen. Auch Apothekenmitarbeiter werden zu den priorisiert zu impfenden Personen hinzugezählt. Im Falle einer vorliegenden Krankheit, die einen schweren Covid-19-verlauf vermuten lässt, muss ein schriftliches ärztliches Zeugnis ausgestellt werden.

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