Hygieneregeln: App soll kontaktloses Reisen ermöglichen

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Berlin - Flugreisen in Coronazeiten: ist das angesichts der Menschenmassen an Flughäfen sicher? Der IT-Dienstleister SITA zeigt, wie Reisende ohne etwas anzufassen und ohne Schlangestehen durchkommen, per Handy. Eine App soll helfen, Infektionsschutzbestimmungen besser einzuhalten.

Passagiere sollen mit dem Smartphone am Flughafen künftig sämtliche Formalitäten erledigen und ihre Reise damit in Corona-Zeiten sicherer machen. Die Technologie stammt vom IT-Dienstleister SITA, der mit nahezu allen Flughäfen und Airlines zusammenarbeitet. „Das Handy wird zur Fernbedienung der Passagiere“, sagte SITA-Präsident Sergio Colella. Passagiere, die nicht schon zu Hause online eingecheckt haben, könnten mit der Handykamera einen Barcode an einem Kiosk-Terminal einscannen und dann über das Display ihres eigenen Handys Daten eingeben. So könnten sie Bordkarten oder Gepäckanhänger ausdrucken, ohne den Bildschirm des Flughafengeräts zu berühren.

Weitere Berührungen könnten mit einem persönlichen „digitalen Token“ vermieden werden. Dafür werden Pass und Bordkarte am Flughafen etwa mit einem Gesichtsscan verknüpft. Dann können Reisende sich an Kameraschranken der Sicherheits- oder Passkontrolle oder beim Einsteigen allein mit ihrem Gesicht ausweisen, ohne Papiere vorlegen zu müssen. „Wir arbeiten an Anwendungen, die Gesichter auch mit Maske erkennen können“, sagt er.

„Am Flughafen von Los Angeles ist das Gesicht bereits die Bordkarte“, so Colella. Pilotversuche liefen auch in anderen US-Städten sowie Athen. Lufthansa nutze die Technologie bereits auf Flügen aus Miami. In Deutschland fehle wegen der Diskussionen über Biometrie und Datenschutz noch die gesetzliche Grundlage dafür.

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