Covid-19: Psychosen und Schlaganfälle möglich

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Die Ärzte raten aufgrund ihrer Beobachtungen zu einer erhöhten Aufmerksamkeit: Bei Patienten mit akuten neurologischen oder auch psychiatrischen Symptomen könnte es sich ebenfalls um eine Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 handeln. Aussagen zur Häufigkeit solcher Komplikationen können die Spontanmeldungen jedoch nicht machen.

Ähnliche Beobachtungen in China

Auch in China wurden bereits schwere neurologische Komplikationen beobachtet: Die Huazhong-Universität in Wuhan wertete die elektronischen Krankenakten von über 200 Patienten aus, die zu Beginn der Epidemie in Wuhan wegen Covid-19 behandelt wurden: Insgesamt wurden bei mehr als 35 Prozent der Patienten neurologische Symptome beschrieben. Knapp 17 Prozent litten unter Schwindel, mehr als 13 Prozent unter Kopfschmerzen und rund 5 Prozent unter Geschmacks- oder Riechstörungen. Bei schweren Verläufen waren die neurologischen Beschwerden mit mehr als 45 Prozent häufiger als bei Patienten mit milden Verläufen, von denen nur etwa 30 Prozent entsprechende Symptome aufwiesen. Bei sechs Patienten kam es zu einem Schlaganfall.

Bei den an Covid-19 verstorbenen Menschen wurden zudem schwere neurologische Komplikationen dokumentiert: Bei 20 Prozent der Verstorbenen hatten die Ärzte vor dem Tod eine hypoxische Enzephalopathie diagnostiziert. Diese entsteht in Folge eines massiven Sauerstoffmangels im Gehirn – die Folge sind schwerste Störungen der Hirnfunktion. Zum Vergleich: Bei den 161 Patienten, die sich von Covid-19 erholten, trat nur eine solche Komplikation auf.

 

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