Covid-19 bei Kindern und Neugeborenen

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Berlin -

Die meisten Covid-19-Infektionen treten bei Erwachsenen auf, dennoch können auch Kinder und Neugeborene erkranken. Meist sind die Verläufe jedoch milder. Mehrere Studien haben sich mit der Thematik befasst.

Kinder erkranken seltener

Eigentlich sind Kinder aufgrund des noch nicht so ausgeprägten Immunsystems empfänglicher für Atemwegsinfektionen. Umso überraschender war das Ergebnis einer chinesischen Studie: Der Anteil der bestätigten Covid-19-Infektionen bei Kindern lag bei unter 1 Prozent. Andererseits haben Kinder selten Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder kardiovaskuläre Erkrankungen, da diese meist erst im Alter entstehen. Vor allem bei solchen vorbelasteten Risikogruppen wurden bisher schwere Verläufe beobachtet.

Infektionen häufig unerkannt

Bei Kindern verläuft eine Infektion mit Sars-CoV-2 häufig mild oder gänzlich ohne Symptome: Infektionen mit dem neuen Coronavirus können deshalb leicht übersehen werden. Kinder gelten daher auch als symptomlose Überträger. Mediziner aus der chinesischen Provinz Zhejiang machten jedoch Beobachtungen bei dieser Patientengruppe. In drei Kliniken wurden neben der Erwachsenen auch Kinder behandelt: 5 Prozent der Patienten waren zwischen einem und 16 Jahren alt. Rund ein Drittel der Kinder litt unter Fieber mit 38,5 °C oder höher, jedes fünfte Kind hatte zudem trockenen Husten.

Milde Verläufe oder gar keine Symptome

Knapp die Hälfte der Kinder zeigte bei weiterführenden Untersuchungen im CT typische Anzeichen einer Lungenentzündung wie fleckige Verschattungen oder Milchglasinfiltrate. Bei anderen klassichen Atemwegsinfektionen zeigen Kinder vor allem Beschwerden wie Halsschmerzen oder einen geröteten Rachen – diese fehlten bei Covid-19 jedoch gänzlich. Etwa ein Viertel der Kinder sei komplett asymptomatisch gewesen: Lediglich bei Kontaktuntersuchungen war das positive Ergebnis festgestellt worden.

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