Cetylpyridiniumchlorid senkt Infektiosität

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Berlin -

Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie waren einige Gurgellösungen in den Fokus geraten. Im Laufe der Zeit sind verschiedene Produkte und Wirkstoffe getestet worden. Nun kommt eine weitere Substanz hinzu: Das Antiseptikum Cetylpyridiniumchlorid (CPC) konnte in präklinischen Studien vielversprechende Effekte zeigen und die Infektiosität von Sars-CoV-2 senken. Nun soll auch die Wirksamkeit am Menschen erprobt werden.

Die Vorbeugung einer Covid-Infektion stellt noch immer einen wesentlichen Baustein der Pandemie-Eindämmung dar. Verschiedene Mundspül- und Gurgellösungen wurden diesbezüglich bereits untersucht. Das spanische Forschungszentrum „IrsiCaixa“ hat nun gemeinsam mit Forschern des Dentaid Research Centers die Substanz CPC unter die Lupe genommen – das Antiseptikum verfügt demnach auch über antivirale Eigenschaften.

Wirksamkeitsstudien am Menschen geplant

In einem Experiment konnte der Wirkstoff die Infektiosität von Sars-CoV-2 um das bis zu 1000-Fache reduzieren. Der nächste Schritt soll eine Wirksamkeitsstudie zum Nachweis dieser Eigenschaft am Menschen sein. Dabei soll die Menge an infektiösen Viren bei Personen mit Covid-19 vor und nach der Anwendung der Mundspülung ermittelt werden. Die Untersuchung wird von der Stiftung Fight Aids and Infectious Diseases (FLS) geleitet.

Der Nachweis der antiviralen Wirkung von CPC am Menschen „werde entscheidend dazu beitragen, die Übertragung von Sars-CoV-2 in allen Regionen der Welt zu reduzieren“, schreibt der Hersteller Dentaid, der mit „Vitis CPC protect“ ein entsprechendes Produkt auf dem Markt hat. Denn solche Mundspüllösungen seien nicht nicht nur preiswert, sondern auch einfach zu distribuieren und zu lagern.

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